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Rwe Aktie: Analysten sehen mehr Potenzial

RBC und Jefferies heben Kursziele für RWE an, getrieben durch die geplante Amprion-Mehrheit. Der Fokus auf regulierte Netze steigert das Analystenvertrauen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • RBC erhöht Ziel auf 65 Euro
  • Jefferies sieht 68 Euro möglich
  • Amprion-Mehrheit als Kurstreiber
  • Quartalszahlen am 13. August

Zwei Analystenhäuser, ein gemeinsamer Nenner: Amprion. RBC und Jefferies haben ihre Kursziele für RWE binnen weniger Stunden angehoben — beide verweisen auf denselben Grund, den Übertragungsnetzbetreiber, an dem sich der Energiekonzern eine Mehrheit sichern will.

RBC-Analyst Alexander Wheeler hob sein Ziel von 62,50 auf 65 Euro an und beließ die Einstufung bei „Outperform“. Seine Begründung: Die Amprion-Mehrheit verschiebe den Gewinnmix stärker in Richtung regulierter Erträge — ein Segment, das Investoren wegen seiner Planbarkeit schätzen. Zusätzliche Chancen sieht er in den Ausschreibungen für neue Gaskraftwerke.

Noch etwas optimistischer zeigt sich Jefferies. Ahmed Farman erhöhte sein Kursziel von 63 auf 68 Euro und bestätigte „Buy“. Auch er stützt sich primär auf seine aktualisierte Bewertung von Amprion. Für das operative Ergebnis rechnet er mit einem Anstieg von 31 Prozent, das Nettoergebnis im ersten Halbjahr veranschlagt er auf knapp eine Milliarde Euro — das entspräche 47 Prozent seiner Jahresschätzung.

Amprion als Bewertungshebel

Die Netzbeteiligung entwickelt sich zum zentralen Argument der Analysten-Story. Statt allein von Windjahren und Strompreisen abzuhängen, baut RWE seine Erzählung zunehmend auf regulierter Infrastruktur, flexibler Kraftwerksleistung und ausgewählten Zukunftstechnologien auf. Das reduziert die Schwankungsanfälligkeit des Geschäfts, nimmt der Aktie aber auch einen Teil ihrer früheren Einfachheit als reiner Erneuerbaren-Wert.

Im vorbörslichen Handel notierte die Aktie zuletzt leicht fester bei 56,48 Euro. Damit liegt sie deutlich unter beiden neuen Kurszielen — ein Abstand, den beide Analysten mit dem noch nicht vollständig eingepreisten Amprion-Effekt erklären.

Die nächste Gelegenheit zur Überprüfung dieser These liefert der Konzern selbst: Am 13. August legt RWE seine Quartalszahlen vor. Dann zeigt sich, ob die von Jefferies veranschlagte Ebitda-Steigerung von 31 Prozent tatsächlich eintrifft und wie belastbar die Rechnung zum Nettoergebnis des ersten Halbjahres ist.

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