Der Rüstungs- und Luftfahrtkonzern RTX jongliert derzeit mit zwei Extremen. Während neue Rüstungsaufträge und eine Pentagon-Initiative die Kassen füllen, arbeitet das Unternehmen die Nachwehen einer Produktionskrise bei zivilen Triebwerken ab. Ein massiver Auftragsbestand sorgt dabei für die nötige finanzielle Stabilität.
Investitionen gegen die Triebwerkskrise
Im Zentrum der operativen Herausforderungen stehen die Geared Turbofan (GTF) Triebwerke der Tochtergesellschaft Pratt & Whitney. Ein Problem mit verunreinigtem Metallpulver bei der Herstellung führte zu erheblichen Ausführungsrisiken und zwang Airbus sogar dazu, seine A320-Produktionsziele anzupassen. RTX scheint die akuteste Phase dieser Krise jedoch hinter sich zu lassen. Um die Engpässe aufzulösen, nimmt das Unternehmen nun 200 Millionen US-Dollar in die Hand. Mit dem Geld wird das Werk in Georgia um eine siebte isotherme Schmiedepresse erweitert, was die Produktion von Turbinenscheiben um 30 Prozent steigern soll.
Rüstungsgeschäft als Wachstumstreiber
Parallel zu den zivilen Herausforderungen läuft das Rüstungsgeschäft auf Hochtouren. Pratt & Whitney sicherte sich einen Folgeauftrag für TJ150-Turbojet-Triebwerke, die in kleinen Marschflugkörpern des Typs AGM-190A zum Einsatz kommen. Gleichzeitig ist RTX in eine Initiative des Pentagons eingebunden, um die Versorgung mit seltenen Erden für fortschrittliche Waffensysteme zu sichern. Diese Schritte stärken die Resilienz der eigenen Lieferkette und untermauern die Rolle des Konzerns bei der Entwicklung autonomer Waffensysteme.
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Ein Blick auf die Zahlen
Finanziell steht RTX auf einem soliden Fundament. Der Auftragsbestand erreichte Ende 2025 einen Rekordwert, der die starke Nachfrage in beiden Kernbereichen verdeutlicht:
- Gesamtauftragsbestand: 268 Milliarden US-Dollar
- Zivile Luftfahrt: 161 Milliarden US-Dollar
- Rüstungssektor: 107 Milliarden US-Dollar
Diese langfristige Visibilität spiegelt sich auch in der Kursentwicklung wider. Auf Sicht von zwölf Monaten verzeichnet das Papier ein Plus von über 48 Prozent und schloss am Donnerstag bei 176,62 Euro, womit sich die Aktie in greifbarer Nähe zu ihrem jüngsten 52-Wochen-Hoch bewegt.
Für das Gesamtjahr 2026 peilt das Management einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 6,60 und 6,80 US-Dollar an. Der freie Cashflow soll sich auf 8,25 bis 8,75 Milliarden US-Dollar belaufen. Um diese Prognosen zu erfüllen und den gigantischen Auftragsbestand effizient in reale Umsätze zu verwandeln, setzt RTX bei der Raketen- und Turbinenproduktion künftig verstärkt auf digitale Fertigungsmethoden und KI-gesteuerte Lieferketten.
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