RTX meldet glänzende Zahlen. Die Aktie klettert um 7,27 Prozent auf 182,30 Euro. Ein massiver Auftragsbestand bildet das Fundament für diesen Kurssprung.
Der bereinigte Umsatz stieg im zweiten Quartal 2026 auf 24,7 Milliarden US-Dollar. Das entspricht einem Plus von 14 Prozent. Auch beim Profit legte RTX zu. Der Gewinn je Aktie kletterte um 21 Prozent auf 1,89 US-Dollar. Damit schlug das Unternehmen die Erwartungen der Analysten deutlich.
Gewaltiges Polster für die Zukunft
Das Herzstück der Bilanz ist das Orderbuch. Der Gesamtauftragsbestand erreichte einen Rekordwert von 289 Milliarden US-Dollar. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Zuwachs von 22 Prozent.
Die zivile Luftfahrt steuert 170 Milliarden US-Dollar zum Polster bei. Der Verteidigungssektor folgt mit 119 Milliarden US-Dollar. Diese Zahlen garantieren dem Konzern langfristige Planungssicherheit. Kein Wunder.
Segmente unter Volldampf
Pratt & Whitney profitierte massiv von der Nachfrage nach Triebwerken für den F-35-Jet. Der Umsatz in diesem Bereich sprang um 16 Prozent auf knapp 8,9 Milliarden US-Dollar.
Die Rüstungssparte Raytheon legte parallel dazu um 18 Prozent zu. Ein neuer Milliarden-Auftrag der US-Navy für Radarsysteme stützte dieses Wachstum. Collins Aerospace profitierte unterdessen davon, dass Airlines ihre alten Flotten länger warten und nutzen.
Portfolio-Schärfung und Cashflow
RTX trennt sich konsequent von Randbereichen. Der Verkauf des Geschäfts von Blue Canyon Technologies bringt 620 Millionen US-Dollar ein. Der Fokus liegt nun stärker auf den margenstarken Kernbereichen.
Der freie Cashflow belief sich im Quartal auf 2,9 Milliarden US-Dollar. Dies ermöglicht eine stabile Dividende von 0,73 US-Dollar je Aktie. Die Auszahlung erfolgt im September 2026.
Technisch mahnt der Relative-Stärke-Index (RSI) zur Vorsicht. Mit einem Wert von 71,4 gilt das Papier nach dem jüngsten Anstieg als kurzfristig überkauft.
Das Management reagiert auf die hohe Nachfrage. RTX investiert über 200 Millionen US-Dollar in neue US-Kapazitäten für Triebwerkswartung und Rüstungsproduktion. Die Prognosen für Umsatz und Gewinn hob der Konzern für das Gesamtjahr an.
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