Startseite » Europa-Märkte » Rolls-Royce Aktie: Sieben Reaktoren, ein AGM
Symbolbild, KI-generiert

Rolls-Royce Aktie: Sieben Reaktoren, ein AGM

Rolls-Royce treibt den Bau von U-Boot-Reaktoren voran und verdoppelt die Produktionsfläche. Die Hauptversammlung steht im Zeichen eines umstrittenen Vergütungspakets für den CEO und eines Aktienrückkaufs.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Sieben neue U-Boot-Reaktoren in Produktion
  • Umstrittenes Millionengehalt für CEO Erginbilgic
  • Aktienrückkaufprogramm über 2,5 Milliarden Pfund
  • Solide Finanzprognosen für das laufende Jahr

Sieben Reaktoren im Bau. Die Produktionsfläche in Derby verdoppelt. Und in zwei Wochen ein Aktionärstreffen, das es in sich hat. Rolls-Royce liefert dieser Tage auf mehreren Fronten gleichzeitig — und die Aktie notiert mit einem Plus von rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.

Reaktorproduktion auf Hochtouren

Auf der Verteidigungsmesse UDT in London hat Rolls-Royce Submarines den aktuellen Stand seines U-Boot-Programms offengelegt. James Lowe, Director of Future Programmes, bestätigte: Sieben Reaktoren der nächsten Generation werden derzeit in Derby gebaut. Ende 2024 hat das Unternehmen den PWR3+-Reaktor durch seinen kritischen Designprüfungsprozess geführt. Damit steht die Konstruktionsbasis fest, auf der künftige Optimierungen aufbauen.

Das AUKUS-Programm sieht vor, dass Australien mindestens drei und Großbritannien zwölf U-Boote erhalten. Die Produktion soll im Rhythmus eines neuen Bootes alle 18 Monate laufen. Um das zu schaffen, verdoppelt Rolls-Royce die Fläche seines Derby-Standorts. Lowe formulierte es direkt: „Die Rate, mit der wir produzieren müssen, hat eine Menge Infrastruktur erfordert.“

Neben dem Ausbau der Anlagen wächst auch der Personalbedarf stark. Das Unternehmen baut seine interne Ausbildung aus und arbeitet mit dem britischen Verteidigungsministerium sowie Partnern wie BAE Systems und Babcock zusammen — auch für den Aufbau australischer Fachkräfte.

AGM mit Sprengstoff

Am 30. April 2026 treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen drei Punkte, die Aufmerksamkeit verdienen.

  • Aktienrückkauf: Formale Genehmigung des 2,5-Milliarden-Pfund-Programms, das bereits seit dem 1. April läuft
  • Dividende: Finale Ausschüttung für 2025 in Höhe von 5,0 Pence je Aktie, Ex-Dividenden-Tag ist der 23. April
  • CEO-Vergütung: Ein neues Vergütungspaket für Tufan Erginbilgic mit einem möglichen Wert von bis zu 24,4 Millionen Pfund — und erheblichem Widerstand von institutionellen wie privaten Investoren

Ebenfalls am 30. April veröffentlicht Rolls-Royce sein Handelsupdate für das erste Quartal 2026.

Solide Zahlen, offene Flanke

Das finanzielle Fundament ist stark. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Fitch hat das Langfristrating zuletzt auf A- angehoben. Das Verteidigungsgeschäft wächst strukturell: Der Umsatz stieg um acht Prozent auf über 4,7 Milliarden Pfund.

Eine offene Flanke bleibt Nordamerika. Mit 5,94 Milliarden Pfund Umsatz ist es der größte Einzelmarkt — und die Handelspolitik der USA sorgt für Unsicherheit. Rolls-Royce prüft, wie viel Produktion sich in die USA verlagern lässt. Das Q1-Update in zwei Wochen dürfte erste Antworten liefern.

Anzeige

Stand heute, 16. Oktober: Rolls-Royce – Kaufen, halten oder verkaufen?

Wer in Rolls-Royce investiert ist oder einen Einstieg prüft, sollte die Lage jetzt neu bewerten. Die Gratis-Analyse vom 16. Oktober gibt die klare Antwort – und zeigt, warum Abwarten gerade jetzt riskanter sein kann, als es wirkt.

Rolls-Royce: Gratis-Analyse (PDF) öffnen …

Diskussion zu Rolls-Royce

Redaktion Kapitalmarktexperten

Unter „Redaktion Kapitalmarktexperten“ erscheinen Beiträge, die mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz erstellt werden. Themenauswahl, Quellen und die redaktionellen Regeln verantwortet die Redaktion; verantwortlich im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV ist Dr. Robert Sasse. Hinweise und Korrekturen: kapitalmarktexperten.de/korrekturen/