Sieben Reaktoren im Bau. Die Produktionsfläche in Derby verdoppelt. Und in zwei Wochen ein Aktionärstreffen, das es in sich hat. Rolls-Royce liefert dieser Tage auf mehreren Fronten gleichzeitig — und die Aktie notiert mit einem Plus von rund 75 Prozent gegenüber dem Vorjahr nur knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch.
Reaktorproduktion auf Hochtouren
Auf der Verteidigungsmesse UDT in London hat Rolls-Royce Submarines den aktuellen Stand seines U-Boot-Programms offengelegt. James Lowe, Director of Future Programmes, bestätigte: Sieben Reaktoren der nächsten Generation werden derzeit in Derby gebaut. Ende 2024 hat das Unternehmen den PWR3+-Reaktor durch seinen kritischen Designprüfungsprozess geführt. Damit steht die Konstruktionsbasis fest, auf der künftige Optimierungen aufbauen.
Das AUKUS-Programm sieht vor, dass Australien mindestens drei und Großbritannien zwölf U-Boote erhalten. Die Produktion soll im Rhythmus eines neuen Bootes alle 18 Monate laufen. Um das zu schaffen, verdoppelt Rolls-Royce die Fläche seines Derby-Standorts. Lowe formulierte es direkt: „Die Rate, mit der wir produzieren müssen, hat eine Menge Infrastruktur erfordert.“
Neben dem Ausbau der Anlagen wächst auch der Personalbedarf stark. Das Unternehmen baut seine interne Ausbildung aus und arbeitet mit dem britischen Verteidigungsministerium sowie Partnern wie BAE Systems und Babcock zusammen — auch für den Aufbau australischer Fachkräfte.
AGM mit Sprengstoff
Am 30. April 2026 treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung. Auf der Tagesordnung stehen drei Punkte, die Aufmerksamkeit verdienen.
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- Aktienrückkauf: Formale Genehmigung des 2,5-Milliarden-Pfund-Programms, das bereits seit dem 1. April läuft
- Dividende: Finale Ausschüttung für 2025 in Höhe von 5,0 Pence je Aktie, Ex-Dividenden-Tag ist der 23. April
- CEO-Vergütung: Ein neues Vergütungspaket für Tufan Erginbilgic mit einem möglichen Wert von bis zu 24,4 Millionen Pfund — und erheblichem Widerstand von institutionellen wie privaten Investoren
Ebenfalls am 30. April veröffentlicht Rolls-Royce sein Handelsupdate für das erste Quartal 2026.
Solide Zahlen, offene Flanke
Das finanzielle Fundament ist stark. Für 2026 erwartet das Unternehmen einen operativen Gewinn zwischen 4,0 und 4,2 Milliarden Pfund sowie einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Milliarden Pfund. Fitch hat das Langfristrating zuletzt auf A- angehoben. Das Verteidigungsgeschäft wächst strukturell: Der Umsatz stieg um acht Prozent auf über 4,7 Milliarden Pfund.
Eine offene Flanke bleibt Nordamerika. Mit 5,94 Milliarden Pfund Umsatz ist es der größte Einzelmarkt — und die Handelspolitik der USA sorgt für Unsicherheit. Rolls-Royce prüft, wie viel Produktion sich in die USA verlagern lässt. Das Q1-Update in zwei Wochen dürfte erste Antworten liefern.
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