Rolls-Royce hat am 19. Oktober den Leistungsumfang seines Wartungsprogramms CorporateCare Enhanced erweitert, ohne den Stundensatz des Programms anzuheben. Die Aktie fiel am Freitag im Sog von Sorgen um das Servicegeschäft der Triebwerksbranche um 6,7%. Medienberichten zufolge belasteten das Quartalsupdate von Safran und hohe Flugkraftstoffkosten den Kurs.
Mehr Schutz im Wartungsprogramm
Nach Angaben von Rolls-Royce umfasst die Erweiterung zusätzliche Leistungen und einen breiteren Schutz für Kunden. Dazu gehört die Absicherung bestimmter kleinerer Schäden durch Fremdkörper. Die unveränderte Stundenrate gilt damit trotz des erweiterten Leistungsumfangs; der zusätzliche Schutz bezieht sich ausdrücklich auf bestimmte kleinere Fremdkörperschäden.
Das Branchenumfeld prägte dagegen den Handel am Freitag: Reuters berichtete, Safran habe vor einer Verlangsamung des Wachstums im Ersatzteil- und Wartungsgeschäft gewarnt. Diese Abschwächung könnte nach Einschätzung von Safran bis 2027 anhalten. Die Warnung stammt damit von Safran und betrifft die Entwicklung des branchenweiten Serviceumfelds.
Fördergespräche und Rückkauf als Kontext
Am Freitag berichtete die Financial Times, Rolls-Royce stehe kurz vor einer Vereinbarung über britische Fördermittel von bis zu £200 Millionen. Das Geld solle die Entwicklung und Erprobung eines Demonstrators für das Kurzstreckentriebwerk UltraFan 30 unterstützen.
Dem Bericht zufolge könnte eine Ankündigung bereits in der kommenden Woche erfolgen. Rolls-Royce hatte die Vereinbarung nicht bestätigt; die Förderung blieb damit Gegenstand des Medienberichts.
Daneben meldete Rolls-Royce den Erwerb von 7.044.797 Stammaktien im Rahmen seines Rückkaufprogramms über £2,3 Milliarden. Die erworbenen Papiere waren zur Einziehung vorgesehen. Danach sollten 8.279.002.028 Stammaktien ausgegeben sein; die Zahl der Stimmrechte sollte der Zahl dieser Aktien entsprechen.
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