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Rolls-Royce Aktie: Rekordjahr

Rolls-Royce meldet Rekordgewinne und kräftigen Cashflow, hebt die Prognose an und startet ein umfangreiches Aktienrückkaufprogramm im Milliardenwert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Operativer Gewinn steigt um 40 Prozent
  • Aktienrückkäufe von bis zu 9 Mrd. Pfund geplant
  • Neue Jahresprognose übertrifft Analystenerwartungen
  • Starkes Wachstum im zivilen Luftfahrtgeschäft

Rolls-Royce liefert nicht nur gute Zahlen – der Konzern setzt gleich noch einen klaren Akzent für die nächsten Jahre. Rekordgewinne, eine deutlich angehobene Prognose und ein historisch großes Aktienrückkaufprogramm zeigen: Die Sanierung läuft schneller als geplant. Doch was treibt diesen Rückenwind konkret?

Rekorde dank Marge und Cashflow

Im Geschäftsjahr 2025 sprang der zugrunde liegende operative Gewinn um gut 40% auf den Rekordwert von 3,46 Mrd. Pfund und lag damit über den Erwartungen. Der Umsatz stieg um 12% auf 20,1 Mrd. Pfund. Noch wichtiger für viele Anleger: Die operative Marge kletterte von 13,8% auf 17,3% – ein deutlicher Hinweis, dass nicht nur mehr Geschäft reinkommt, sondern es auch profitabler abgewickelt wird.

Auch beim freien Cashflow legte Rolls-Royce kräftig zu. Er stieg um 35% auf 3,27 Mrd. Pfund. Die Kapitalrendite (Return on capital) zog auf 18,9% an, nach 13,8% im Vorjahr. Unterm Strich wirkt das wie ein Unternehmen, das operative Stärke und finanzielle Disziplin gleichzeitig hinbekommt.

Wo das Wachstum herkommt

Der größte Ergebnis- und Umsatztreiber bleibt das zivile Luftfahrtgeschäft. Es wuchs 2025 um 15% gegenüber dem Vorjahr. Die Verteidigungssparte legte um 8% zu. Rückenwind kommt laut Bericht vor allem von der starken Nachfrage nach Flugzeugtriebwerken.

Spannend ist zudem das Segment „Power Systems“, in dem auch das Rechenzentrumsgeschäft verortet ist. Dort zog der Auftragseingang um 85% an. Die Logik dahinter: Wenn mehr Rechenzentren entstehen, steigt der Bedarf an verlässlicher Energie- und Antriebstechnik – und davon profitiert Rolls-Royce direkt.

Rückkaufprogramm und Ausblick klar hochgeschraubt

Der Konzern will bis 2028 Aktien im Volumen von bis zu 9 Mrd. Pfund zurückkaufen. Für die Jahre 2026 bis 2028 ist ein Rahmen von 7 bis 9 Mrd. Pfund vorgesehen, davon 2,5 Mrd. Pfund allein 2026 (inklusive bereits zurückgekaufter 200 Mio. Pfund zwischen Anfang Januar und 20. Februar 2026). Parallel wurden 2025 wieder regelmäßige Dividenden eingeführt; die Schlussdividende liegt bei 5,0 Pence, insgesamt 9,5 Pence für 2025.

Mindestens genauso kursrelevant: die neue Prognose. Für 2026 peilt Rolls-Royce einen zugrunde liegenden operativen Gewinn von 4,0 bis 4,2 Mrd. Pfund an und einen freien Cashflow von 3,6 bis 3,8 Mrd. Pfund – jeweils über dem, was Analysten im Schnitt erwartet hatten. Außerdem wurden die mittelfristigen Ziele angehoben, unter anderem auf 4,9 bis 5,2 Mrd. Pfund operativen Gewinn und 5,0 bis 5,3 Mrd. Pfund freien Cashflow.

An der Börse spiegelt sich der Optimismus bereits wider: Der Titel schloss am Freitag bei 15,70 Euro und liegt auf 12-Monats-Sicht rund 75% im Plus.

Zum nächsten Fahrplan gehören zwei operative Themen: Rolls-Royce stellt eine mögliche Rückkehr in den Markt für Schmalrumpfflugzeuge in Aussicht und will bei der Triebwerks-Haltbarkeit („time on wing“) bis Ende 2027 mehr als eine Verdopplung erreichen. Beides zielt darauf, die Ertragskraft im Kerngeschäft weiter zu stabilisieren – während der Konzern mit dem bis 2028 laufenden Rückkaufprogramm gleichzeitig ein langfristiges Signal an die Aktionäre sendet.

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