Startseite » Erneuerbare Energien » Rolls-Royce Aktie: Pearl-15 mit 100% Wasserstoff erfolgreich

Rolls-Royce Aktie: Pearl-15 mit 100% Wasserstoff erfolgreich

Rolls-Royce gelingt Wasserstoff-Test mit Pearl-15-Triebwerk, während der Aktienkurs unter geopolitischen Spannungen leidet.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Erfolgreicher Wasserstoff-Test mit easyJet
  • Aktie fällt wegen US-Iran-Konflikt
  • Jahresprognose bestätigt, Cashflow stark
  • Analysten sehen Kurspotenzial trotz Korrektur

Starker Technikfortschritt, schwacher Aktienkurs: Bei Rolls-Royce laufen gerade zwei Geschichten gegeneinander. Der Konzern hat mit easyJet einen Pearl-15-Triebwerkstest mit reinem Wasserstoff geschafft. Am Markt zählt kurzfristig aber etwas anderes: der Druck auf die zivile Luftfahrt durch den US-Iran-Krieg.

Wasserstofftest setzt ein Signal

Der Test am NASA-Stennis Space Center in Mississippi markiert einen wichtigen Schritt für nachhaltige Luftfahrt. Ein umgebautes Pearl-15-Flugzeugtriebwerk erreichte volle Startleistung mit 100 Prozent Wasserstoff. Die Ingenieure simulierten einen kompletten Flugzyklus, vom Anlassen bis zur Landung.

Der Punkt ist nicht, dass Wasserstoffjets nun kurz vor dem Linienbetrieb stehen. Das tun sie nicht. Speicherung, Infrastruktur, Flugzeugdesign und Zulassung bleiben harte Hürden. Wichtig ist eine andere Botschaft: Eine moderne Gasturbine kann mit gasförmigem Wasserstoff sicher über zentrale Flugphasen laufen.

Das Programm läuft seit vier Jahren und bindet Rolls-Royce, easyJet und internationale Partner ein. Chefingenieur Adam Newman sagt, das Team habe „das klarste Verständnis in der Branche“ dafür gewonnen, wie Wasserstoff in einer modernen Fluggasturbine reagiert. Die Erkenntnisse sollen auch in künftige Programme wie UltraFan einfließen.

In Prüfständen testet Rolls-Royce bereits stärkere Umbauten, etwa an Brennstoffdüsen. Der Grund ist simpel: Wasserstoff verbrennt anders als Kerosin. Genau dort liegt der technische Wert des Programms.

Aktie rutscht trotz Meilenstein

Die Aktie beendete den Freitag bei 13,23 Euro und verlor 3,98 Prozent. Auf Wochensicht steht ein Minus von 6,12 Prozent. Damit prallt die Technologiegeschichte auf einen Markt, der gerade stärker auf Reise- und Konjunkturrisiken schaut.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rolls-Royce?

Der US-Iran-Krieg belastet die Stimmung in der zivilen Luftfahrt. Das trifft Rolls-Royce direkt, weil der Konzern im Servicegeschäft stark an geflogenen Triebwerksstunden hängt. Weniger Vertrauen in den Luftverkehr drückt deshalb schnell auf die Bewertung.

Seit dem Hoch bei 15,92 Euro liegt der Kurs 16,91 Prozent tiefer. Auf Sicht von zwölf Monaten bleibt dennoch ein Plus von 36,48 Prozent. Der Rückschlag wirkt damit eher wie eine Korrektur in einem intakten längeren Aufwärtstrend.

Prognose stützt die Aktie

Operativ gibt es bislang keinen Bruch. Der Vorstand hält an der Jahresprognose fest und peilt beim bereinigten operativen Gewinn 4,0 bis 4,2 Milliarden Pfund an. Der freie Cashflow soll ebenfalls stark ausfallen und in einer Spanne knapp darunter liegen.

Die wachsende Kasse verschafft Spielraum. Rolls-Royce konnte eine Anleihe über 750 Millionen Euro aus freiem Cashflow zurückzahlen. Moody’s und Fitch reagierten mit höheren Kreditratings, was die gesunkene Bilanzangst am Markt unterstreicht.

Auch die Analystenseite bleibt konstruktiv. Das durchschnittliche Kursziel auf Jahressicht liegt bei 1.412,90 Pence, die höchste Schätzung bei 1.740 Pence. 14 Analysten empfehlen den Kauf, ein Verkaufsvotum steht nicht dagegen.

Kurzfristig bleibt das Chartbild gedämpft. Der Kurs liegt unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 14,10 Euro und knapp unter der 200-Tage-Linie von 13,63 Euro. Solange diese Marken nicht zurückerobert werden, überlagert der geopolitische Druck den Wasserstoffmeilenstein. Operativ setzt die Jahresprognose die Messlatte; technologisch liefert der Pearl-15-Test neues Gewicht für die Langfriststory.

Anzeige

Rolls-Royce-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rolls-Royce-Analyse vom 16. Mai liefert die Antwort:

Die neusten Rolls-Royce-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rolls-Royce-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 16. Mai erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rolls-Royce: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rolls-Royce

Rolls-Royce Chart