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Rolls-Royce Aktie: China-Offensive startet

Rolls-Royce begleitet den britischen Premier auf Handelsmission nach China und sichert sich parallel einen wichtigen Rüstungsauftrag. Das Unternehmen dementierte zudem Gerüchte über eine Verlagerung von Arbeitsplätzen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Teilnahme an hochrangiger Wirtschaftsdelegation nach Peking
  • Wichtiger Verteidigungsauftrag für 350 Panzermotoren
  • Unternehmen dementiert Gerüchte über Standortverlagerung
  • Aktie nach starker Rallye aktuell in Konsolidierung

Rolls-Royce rückt heute wieder in das globale Rampenlicht. Als Teil einer hochrangigen britischen Wirtschaftsdelegation reist der Triebwerksbauer unter Führung von Premierminister Sir Keir Starmer nach Peking, um Handelsbeziehungen neu zu beleben. Nach einer beeindruckenden Performance in den letzten zwölf Monaten und der jüngsten Klärung von Marktgerüchten blicken Anleger gespannt nach Asien: Liefert diese diplomatische Mission den nächsten strategischen Impuls für den Konzern?

Strategische Expansion und Verteidigungsaufträge

Die Teilnahme an der ersten hochrangigen britischen Mission in China seit 2018 unterstreicht die Bedeutung von Rolls-Royce für die Industriestrategie des Vereinigten Königreichs. Ziel ist ein „Reset“ der Beziehungen, der neue Umsatzquellen für die zivile Luftfahrtsparte erschließen könnte. Dies ist besonders relevant, da sich die Flugstunden von Großtriebwerken bereits wieder auf das Niveau vor der Pandemie erholt haben.

Doch nicht nur die Diplomatie bestimmt das Geschehen. Bereits am Mittwoch sicherte sich das Unternehmen einen bedeutenden Verteidigungsauftrag zur Lieferung von 350 mtu-Motoren der Serie 199 für das „Boxer“-Panzerfahrzeugprogramm. Diese Motoren, die unter anderem für die Bundeswehr bestimmt sind, sollen ab der ersten Jahreshälfte 2026 ausgeliefert werden. Der Auftrag stärkt die Sparte Power Systems und verdeutlicht die anhaltende Nachfrage nach Verteidigungsgütern in einem unsicheren geopolitischen Umfeld.

Ende der Spekulationen

Neben den operativen Erfolgen sorgte das Management am Freitag für Klarheit. Rolls-Royce dementierte entschieden Gerüchte, die in sozialen Medien kursierten, wonach Triebwerksoperationen und 40.000 Arbeitsplätze in die USA verlagert werden sollten. Ein Sprecher stellte klar, dass an diesen Behauptungen „nichts dran“ sei. Dieser Schritt beruhigte die Marktstimmung und lenkte den Fokus der Investoren zurück auf die fundamentalen Daten.

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Bewertung und Marktlage

Der Konzern profitiert weiterhin von der strikten Kostendisziplin und der „Value over volume“-Strategie unter CEO Tufan Erginbilgic. Die finanzielle Gesundheit zeigt sich auch im laufenden Aktienrückkaufprogramm, das dem Kurs eine gewisse Stabilität verleiht. Dennoch wird am Markt über die Bewertung diskutiert. Mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), das je nach Schätzung zwischen 28 und 44 liegt, sind die Erwartungen an das Unternehmen hoch gesteckt.

Ein Blick auf die Kursentwicklung verdeutlicht die Dynamik: Während die Aktie auf Sicht von zwölf Monaten ein Plus von gut 102 Prozent verzeichnet, gab es seit Jahresbeginn eine Konsolidierung von rund 8 Prozent auf aktuell 14,72 Euro. Der Abstand zum 52-Wochen-Hoch von 16,00 Euro beträgt damit derzeit 8 Prozent, was nach der vorangegangenen Rallye als normale Atempause gewertet werden kann.

Für die kommenden Tage richtet sich der Fokus nun vollständig auf die Nachrichtenlage aus Peking. Konkrete Ankündigungen zu Joint Ventures oder Triebwerksbestellungen chinesischer Fluggesellschaften könnten als nächste Katalysatoren wirken, während Investoren parallel auf Updates zur Ausweitung des Boxer-Vertrags warten.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.