Rolls-Royce hat am Donnerstag zugelegt und sich damit klar besser entwickelt als der Gesamtmarkt in London. Die Aktie profitierte von geopolitischen Hoffnungen und einem freundlicheren Zinsumfeld. Dazu kommt: Der Kurs bleibt nahe am Jahreshoch, auch wenn die jüngste Erholung noch nicht alles aufgeholt hat.
Geopolitik stützt die Stimmung
An den Märkten sorgten Signale über einen möglichen 60-Tage-Waffenstillstand zwischen den USA und Iran für etwas Entlastung. Brent-Öl fiel auf 95 Dollar je Barrel. Das war der tiefste Stand seit einem Monat.
Für Rolls-Royce ist das nicht nur ein Makrothema. Der Konzern wird von Anlegern oft auch durch die Brille von Industrie- und Verteidigungstrends betrachtet. Sinkende Energiepreise können die Stimmung an den Börsen stützen, selbst wenn die operative Lage eines Unternehmens dadurch nicht direkt verändert wird.
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Zinsen und Kurse laufen auseinander
Auch die US-Inflationsdaten halfen dem Markt. Der PCE-Index für April stieg um 0,4 Prozent zum Vormonat und um 3,8 Prozent im Jahresvergleich. Die Kernrate legte um 0,2 Prozent zu. Das lag unter manchen Erwartungen und dämpfte die Sorge vor weiter steigenden Zinsen.
Zeitgleich ging es für die Aktie von Rolls-Royce um 4,72 Prozent nach oben. Der Schlusskurs lag zuletzt bei 15,10 Euro. Damit notiert das Papier nur noch 5,15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 15,92 Euro vom 26. Februar.
Der technische Eindruck bleibt damit freundlich. Die Aktie liegt deutlich über ihren gleitenden Durchschnitten und hat auf Sicht von zwölf Monaten fast 48 Prozent zugelegt. Der RSI von 69 signalisiert allerdings bereits ein sehr starkes Momentum.
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