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Symbolbild, KI-generiert

Rolls-Royce: 77-Schiffe-Programm für US Coast Guard

Trotz neuer Marineverträge und stabiler Gewinnziele verliert die Rolls-Royce-Aktie deutlich. Die Sorge um sinkende Flugstunden in der zivilen Luftfahrt belastet die Stimmung.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aktie verliert deutlich nach GE-Prognose
  • Neue Marineaufträge in Australien und USA
  • Zivile Luftfahrt als größtes Sorgenkind
  • Operative Gewinnziele für 2026 bleiben bestehen

Volle Auftragsbücher in der Rüstungssparte, aber tiefe rote Zahlen an der Börse. Bei Rolls-Royce klaffen operative Erfolge und die Stimmung am Markt derzeit weit auseinander. Der britische Triebwerksbauer sichert sich lukrative Marine-Verträge. Die Aktie rutscht trotzdem ab.

Der Kurs gab am Mittwoch um weitere 3,69 Prozent auf 13,19 Euro nach. Auf Wochensicht summiert sich das Minus damit auf rund 13 Prozent. Bereits am Vortag war das Papier das Schlusslicht im britischen Leitindex FTSE 100. Die Folge: ein klarer Abwärtstrend.

Sorgenkind zivile Luftfahrt

Auslöser für den Ausverkauf ist die Konkurrenz. GE Aerospace präsentierte zwar starke Quartalszahlen. Das Management senkte aber die weltweite Flugprognose für 2026 deutlich ab. Besonders im Nahen Osten erwartet GE einen zweistelligen Rückgang. Das weckt in der gesamten Branche Vorsicht.

Das trifft Rolls-Royce empfindlich. Das zivile Luftfahrtgeschäft steuert gut die Hälfte zum Konzernumsatz bei. Die Sparte reagiert extrem sensibel auf sinkende Flugstunden. Steigende Kerosinpreise und geopolitische Spannungen belasten die Airlines zusätzlich. Erste Fluggesellschaften streichen bereits Verbindungen.

Rüstungssparte liefert ab

Im militärischen Bereich läuft es derweil deutlich besser. Rolls-Royce rüstet die neue Fregatten-Flotte Australiens mit MT30-Gasturbinen aus. Der Vertrag für die ersten drei Schiffe ist bereits unterzeichnet. Ab 2029 liefert Japan die Plattformen an die australische Marine.

Parallel dazu baut der Konzern seine Präsenz in den USA aus. Die US-Küstenwache bestellte Motoren für zehn weitere Schnellboote. Ein zusätzlicher Zehnjahresvertrag sichert die Wartung der bestehenden Flotte ab. Operativ steht das Unternehmen also auf einem soliden Fundament.

Ausblick bleibt stabil

An den finanziellen Zielen für 2026 hält der Vorstand fest. Das Management peilt einen operativen Gewinn von rund vier Milliarden Pfund an. Auch das laufende milliardenschwere Aktienrückkaufprogramm geht nach Plan weiter.

Im Mai legt Rolls-Royce ein neues Handelsupdate vor. Dann präsentiert das Management konkrete Daten zu den Triebwerksflugstunden. Diese Kennzahlen entscheiden darüber, ob die mittelfristigen Umsatzziele trotz der regionalen Flugausfälle erreichbar bleiben.

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