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Rocket Lab Aktie: Neutron-Erstflug im vierten Quartal 2026

Rocket Lab verzeichnet einen Rekord-Auftragsbestand von 2,2 Milliarden US-Dollar, während die Aktie nach Höhenflug konsolidiert. Der Neutron-Erstflug im vierten Quartal 2026 gilt als entscheidender Katalysator.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Auftragsbestand erreicht 2,2 Milliarden US-Dollar
  • Mehrjahresvertrag für Neutron- und Electron-Raketen
  • Aktie 29 Prozent unter Jahreshoch
  • Neutron-Erstflug für viertes Quartal 2026 geplant

Rocket Lab hat seinen Auftragsbestand auf ein Rekordhoch von 2,2 Milliarden USD gehoben. Gleichzeitig notiert die Aktie rund 29 Prozent unter ihrem Jahreshoch — ein Widerspruch, der sich bei näherer Betrachtung auflöst.

Größter Kommerzieller Vertrag der Unternehmensgeschichte

Den Kern des neuen Auftragsvolumens bildet ein mehrjähriges Rahmenabkommen, das Startkapazitäten für fünf Neutron-Raketen und drei Electron-Raketen bis 2029 sichert. Diese sogenannte Block-Buy-Struktur — ein in der Branche bewährtes Modell zur Kapazitätssicherung — gibt dem Kunden feste Startfenster und Rocket Lab planbaren Umsatz.

Hinzu kommt ein 190-Millionen-USD-Vertrag mit dem US-Militär für 20 hypersonische Testflüge. Dafür nutzt Rocket Lab die HASTE-Variante der Electron-Rakete. Der kombinierte Startplan umfasst damit mehr als 70 geplante Missionen.

Vom Raketenstarter zum integrierten Raumfahrtkonzern

Interessant ist die Zusammensetzung des Auftragsbestands. Nur noch rund 41,5 Prozent entfallen auf Startdienstleistungen. Den Rest steuern Satellitenbauteile und die Fertigung kompletter Raumfahrzeuge bei. Rocket Lab ist längst kein reiner Raketenbetreiber mehr.

Die Aktie spiegelt diesen Wandel im Jahresvergleich eindrucksvoll wider: Plus 296 Prozent in zwölf Monaten. Seit Jahresbeginn steht ein Plus von rund 42 Prozent. Nach dem Allzeithoch von 151,00 USD Ende Mai läuft die Aktie bei 107,54 USD in eine Konsolidierungsphase — der RSI von 45,4 signalisiert weder überkaufte noch überverkaufte Verhältnisse.

Neutron-Erstflug als Katalysator im zweiten Halbjahr

Das Schlüsselereignis für den Rest des Jahres ist der Erstflug der Neutron-Rakete, den das Management für das vierte Quartal 2026 bestätigt hat. Die Verzögerung gegenüber früheren Plänen geht auf Anpassungen am Tankdesign und Strukturtests in der Wallops-Anlage zurück.

Neutron ist für eine Nutzlast von 13 Tonnen ausgelegt und setzt auf wiederverwendbare Karbonverbundstrukturen. Gelingt der Erstflug planmäßig, wäre Rocket Lab der einzige US-amerikanische Anbieter im mittleren Nutzlastsegment neben den etablierten Marktführern. Das ist der eigentliche Grund, warum Investoren trotz der aktuellen Kursschwäche auf das zweite Halbjahr schauen.

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