Erfolgreiche Mission, enttäuschte Anleger — dieses Muster kennen Rocket-Lab-Aktionäre mittlerweile gut. Am vergangenen Wochenende absolvierte das Unternehmen seinen 84. Electron-Start und brachte einen Radar-Satelliten des japanischen Kunden Synspective in die Umlaufbahn. Am Freitag zuvor war die Aktie trotzdem um 6,5 Prozent gefallen.
Milliarden-Programm schürt Verwässerungssorgen
Auslöser des Kursrückgangs war die Ankündigung eines neuen Eigenkapitalprogramms. Rocket Lab hat bei der US-Börsenaufsicht SEC ein sogenanntes „At-the-Market“-Programm angemeldet, das den Verkauf von Aktien im Wert von bis zu einer Milliarde US-Dollar ermöglicht. Anleger reagierten prompt: Die Aussicht auf eine erhebliche Verwässerung bestehender Anteile ließ die Aktie einbrechen.
Das frische Kapital soll vor allem die Entwicklung der Neutron-Rakete finanzieren — ein mittelgroßes, teilweise wiederverwendbares Trägerfahrzeug, das als nächste Wachstumsstufe des Unternehmens gilt. Nach einem Tanktest-Versagen in der ersten Stufe zu Jahresbeginn verschob sich der geplante Erstflug auf das vierte Quartal 2026.
Rekordauftragsbestand trotz Gegenwind
Operativ läuft es unterdessen rund. Der Auftragsbestand überstieg zuletzt die Marke von zwei Milliarden US-Dollar — maßgeblich gestützt durch einen 190-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium für 20 Hyperschall-Testflüge. Diese Missionen werden über das HASTE-Fahrzeug abgewickelt, eine suborbitale Variante der Electron-Rakete, und bilden das Rückgrat des MACH-TB-2.0-Programms zur Entwicklung von Hyperschalltechnologien.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rocket Lab USA?
Der Auftragsbestand sichert dem Unternehmen nach eigenen Angaben Umsatzsichtbarkeit für die nächsten vier Jahre. Das Startprogramm umfasst aktuell mehr als 70 geplante Missionen, darunter die Synspective-Partnerschaft, die nun bis 2028 auf insgesamt 27 dedizierte Starts ausgeweitet wurde.
Analysten bleiben optimistisch
Aktuell notiert die Aktie rund 29 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 99,58 US-Dollar aus dem Januar. Das durchschnittliche Kursziel der Analysten liegt bei etwa 89 US-Dollar — was einem Aufwärtspotenzial von rund 33 Prozent entspricht. Der Konsens lautet weiterhin „Moderate Buy“.
Das zentrale Spannungsfeld bleibt die Frage, ob Rocket Lab die Neutron-Entwicklung im gesetzten Zeitrahmen abschließen kann, ohne weitere Verwässerungsrunden zu benötigen. Die nächsten Monate werden zeigen, ob der Erstflug im vierten Quartal 2026 tatsächlich gelingt — und ob das dann ausreicht, um das Vertrauen der Aktionäre zurückzugewinnen.
Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 23. März liefert die Antwort:
Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 23. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
