Startseite » Marktberichte » Rocket Lab Aktie: Hyperschall-Deal verpufft

Rocket Lab Aktie: Hyperschall-Deal verpufft

Rocket Lab sichert sich einen 190-Millionen-Dollar-Deal für Hyperschalltests, doch die Aktie verliert aufgrund von Branchensorgen und Marktdruck deutlich an Wert.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Neuer Regierungsauftrag über 190 Millionen US-Dollar
  • Aktienkurs fällt trotz positiver Nachrichten deutlich
  • Auftragsbestand wächst auf 1,85 Milliarden Dollar
  • Erstflug der Neutron-Rakete für 2026 geplant

Rocket Lab zementiert seine Rolle im US-Verteidigungssektor. Ein neuer Millionenvertrag für Hyperschall-Tests unterstreicht das wachsende Vertrauen des Militärs in den Raumfahrtkonzern. Am Markt sorgt die eigentlich positive Nachricht am Freitag allerdings für keine Euphorie – stattdessen geben die Papiere spürbar nach.

Volle Auftragsbücher und steigende Margen

Der frisch unterzeichnete Vertrag über 190 Millionen US-Dollar umfasst 20 suborbitale Testflüge. Dabei kommt die HASTE-Rakete des Unternehmens zum Einsatz, um im Rahmen des militärischen MACH-TB-Programms neue Hyperschalltechnologien zu validieren. Dieser Deal reiht sich in eine Serie lukrativer Regierungsaufträge ein. So fertigt Rocket Lab bereits 18 Satelliten für die Space Development Agency im Wert von 816 Millionen US-Dollar.

Operativ zeigt die Kurve nach oben. Der Auftragsbestand kletterte zuletzt auf 1,85 Milliarden US-Dollar, was einem Zuwachs von 73 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Gleichzeitig verbesserte sich die Bruttomarge im vierten Quartal 2025 auf 44,3 Prozent. Für das laufende erste Quartal 2026 peilt das Management einen Umsatz zwischen 185 und 200 Millionen US-Dollar an.

SpaceX-Fantasie belastet den Sektor

Verantwortlich für den heutigen Kursrutsch um 5,26 Prozent auf 62,47 US-Dollar ist vor allem das breitere Marktumfeld. Der gesamte Technologiesektor steht unter Druck, belastet durch geopolitische Spannungen und steigende Energiekosten. Durch die jüngste Schwäche rutschte der Titel mittlerweile über 15 Prozent unter die viel beachtete 50-Tage-Linie.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rocket Lab USA?

Gleichzeitig sorgt ein branchenspezifischer Faktor für Nervosität. Spekulationen über einen möglichen Börsengang von SpaceX mit einer astronomischen Bewertung von bis zu 1,75 Billionen US-Dollar wühlen den Raumfahrtsektor auf. Investoren schichten offenbar bereits Portfolios um, was bei Konkurrenten wie Rocket Lab zu erhöhter Volatilität führt.

Blick auf die Neutron-Rakete

Trotz des starken Wachstums operiert das Unternehmen weiterhin mit Verlust. Die Nettomarge lag in den vergangenen zwölf Monaten bei minus 32,94 Prozent. Grund dafür sind die massiven Investitionen in die neue Neutron-Rakete.

Dieses Trägersystem für mittlere Nutzlasten gilt als entscheidender Hebel für die zukünftige Profitabilität. Der Erstflug ist fest für das vierte Quartal 2026 eingeplant. Analysten zeigen sich mit Blick auf diese Pipeline mehrheitlich optimistisch: Rund 88 Prozent der Experten raten zum Kauf, wobei das durchschnittliche Kursziel bei knapp 90 US-Dollar liegt.

Anzeige

Rocket Lab USA-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rocket Lab USA-Analyse vom 27. März liefert die Antwort:

Die neusten Rocket Lab USA-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rocket Lab USA-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 27. März erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rocket Lab USA: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rocket Lab USA

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.