Zwei gegensätzliche Analystenurteile, ein SpaceX-IPO-Hype und ein vorbörslicher Kursrutsch — Rocket Lab steht am Donnerstag im Mittelpunkt einer lebhaften Wall-Street-Debatte. Dabei liefern die operativen Fundamentaldaten eigentlich ein solides Bild.
Gegensätzliche Einschätzungen
Wells Fargo initiierte die Abdeckung mit einem „Equal Weight“-Rating und einem Kursziel von 60 US-Dollar. Die Bank sieht ein ausgewogenes Chance-Risiko-Verhältnis auf aktuellem Niveau und warnt vor möglichen Verzögerungen beim Neutron-Raketenprogramm, die den Kurs belasten könnten.
Roth-MKM-Analyst Sujeeva De Silva sieht das völlig anders. Er bekräftigte sein Kaufvotum mit einem Kursziel von 90 US-Dollar und verweist auf die wachsende Space-Systems-Sparte sowie einen deutlich ausgeweiteten Auftragsbestand, der Verträge mit staatlichen und privaten Kunden umfasst. Auf TipRanks ergibt sich aus neun Kauf- und fünf Halteempfehlungen ein durchschnittliches Kursziel von 86,92 US-Dollar — rund 33 Prozent über dem aktuellen Niveau.
Die Aktie reagierte vorbörslich mit einem Minus von knapp fünf Prozent auf die divergierenden Einschätzungen, bevor sie sich im Tagesverlauf erholte und heute rund fünf Prozent zulegte.
Starke Fundamentaldaten im Hintergrund
Jenseits der Analystenrhetorik zeigt das operative Geschäft klare Stärken. Rocket Lab schloss das vierte Quartal 2025 mit einem Auftragsbestand von rund 1,85 Milliarden US-Dollar ab — ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahr. Das Management erwartet, dass etwa 37 Prozent davon innerhalb der nächsten zwölf Monate in Umsatz umgewandelt werden.
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Hinzu kommt ein 190-Millionen-Dollar-Vertrag mit dem US-Verteidigungsministerium für 20 Hyperschall-Testmissionen, der den gesamten Startkalender auf über 70 geplante Missionen ausweitet. Die Liquidität stieg von 480 Millionen auf rund 1,1 Milliarden US-Dollar zum Jahresende 2025.
SpaceX-IPO als Doppelschneidiges Schwert
Berichte über eine vertrauliche IPO-Einreichung von SpaceX trieben am Mittwoch die Kurse von Raumfahrtaktien nach oben — am Donnerstag folgte die Gegenbewegung. Prediction Markets sehen derzeit eine Wahrscheinlichkeit von 58,5 Prozent, dass SpaceX seinen Börsengang bis zum 30. Juni 2026 abschließt.
Strukturell profitiert der gesamte Sektor vom Rückenwind durch sinkende Startkosten, wachsende Satellitennetzwerke und die vom US-Kongress bewilligten 23 Milliarden US-Dollar für das Golden-Dome-Programm. Ob der SpaceX-IPO letztlich als Katalysator wirkt oder als „Sell the News“-Ereignis endet, dürfte maßgeblich bestimmen, wie sich Rocket Lab in den kommenden Wochen entwickelt — zumal die Neutron-Verzögerungen als konkretes Gegenargument zu jedem Kursanstieg bestehen bleiben.
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