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Rocket Lab Aktie: 2,2 Milliarden Auftragspolster verdoppelt

Starke Quartalszahlen und ein Auftragsrekord von zwei Milliarden Dollar stützen die Rocket-Lab-Aktie nach Kursverlusten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Tagesgewinn von über drei Prozent
  • Umsatzplus von 63,5 Prozent im Quartal
  • Auftragsbestand erreicht zwei Milliarden Dollar
  • Neutron-Erstflug als entscheidender Meilenstein

Nach einem Wochenverlust von gut sechs Prozent dreht Rocket Lab am Montag ins Plus. Die Aktie notiert bei 98,70 Euro — ein Tagesgewinn von rund 3,35 Prozent. Kein Wunder, denn die Fundamentaldaten liefern reichlich Argumente für eine Erholung.

Rekordquartal als Fundament

Rocket Lab meldete für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 200,3 Millionen Dollar — ein Plus von 63,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die GAAP-Bruttomarge lag bei 38,2 Prozent. Das Auftragspolster wuchs auf 2,2 Milliarden Dollar, die Liquidität übersteigt ebenfalls die Zwei-Milliarden-Marke.

Beide Segmente übertrafen die Erwartungen. Das Space-Systems-Geschäft erzielte 136,7 Millionen Dollar, der Startbereich 63,7 Millionen Dollar. Analysten hatten 132,1 beziehungsweise 59 Millionen Dollar erwartet.

Für das laufende zweite Quartal rechnet das Management mit 225 bis 240 Millionen Dollar Umsatz. Das entspricht einem Wachstum von rund 16 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Die GAAP-Bruttomarge soll zwischen 33 und 35 Prozent liegen.

Auftragsrekord und wachsende Marktstellung

Hinter den Umsatzzahlen steckt ein beeindruckendes Buchungsmomentum. Im ersten Quartal unterzeichnete Rocket Lab 36 neue Startverträge — 31 für die Electron-Rakete und HASTE, fünf für die noch nicht geflogene Neutron. Diese Zahl übersteigt die 21 Missionen, die das Unternehmen im gesamten Jahr 2025 durchführte.

Das Auftragspolster wuchs sequenziell um 20 Prozent und verdoppelte sich im Jahresvergleich auf einen Rekordwert von zwei Milliarden Dollar. Insgesamt umfasst der Auftragsbestand mehr als 70 Missionen. Space Systems steuert inzwischen 68 Prozent des Umsatzes bei.

Neutron: Der entscheidende Katalysator

Das meistbeobachtete Ereignis bleibt der Erstflug der Neutron-Rakete. Rocket Lab hat bei der US-Luftfahrtbehörde FAA Startgenehmigungen für ein Debütfenster zwischen dem 1. Juli und dem 31. Dezember 2026 beantragt. CEO Peter Beck nannte die Aufstellung von Komponenten auf Prüfständen als konkreten Meilenstein, den Investoren im Blick behalten sollten.

Neutron soll bis zu 13.000 Kilogramm in den niedrigen Erdorbit transportieren — das 43-Fache der Electron-Kapazität. Ein erfolgreicher Erstflug würde Rocket Lab direkt in den Wettbewerb mit SpaceX und ULA im lukrativen Segment nationaler Sicherheitsstarts bringen.

Analysten und Kursperspektive

Von 15 Analysten empfehlen 53 Prozent die Aktie als starken Kauf, weitere 33 Prozent als Kauf. Für das Gesamtjahr 2026 erwarten Analysten einen Umsatz von 853,5 Millionen Dollar, 2027 sollen es 1,25 Milliarden Dollar sein — verbunden mit dem Sprung in die Nähe der Gewinnschwelle.

Trotz des starken Jahresverlaufs von rund 52 Prozent notiert die Aktie noch gut 26 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch von 133,80 Euro vom 27. Mai. Ob diese Lücke schließt, hängt maßgeblich davon ab, wann Neutron erstmals auf dem Prüfstand steht — und ob die Q2-Zahlen die Wachstumskurve bestätigen.

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