Rocket Lab erlebt turbulente Tage an der Börse. Innerhalb einer Woche verlor das Papier über 20 Prozent an Wert. Anleger reagieren nervös auf eine geplante Milliarden-Übernahme und Verkäufe durch den Firmengründer.
Der Auslöser für die jüngste Unruhe ist der Plan, Iridium Communications für rund acht Milliarden Euro zu kaufen. Rocket Lab bietet 54 Dollar je Aktie. Das entspricht einem Aufschlag von 24 Prozent auf den letzten Kurs vor der Bekanntgabe.
Firmenchef Peter Beck sieht darin eine strategische Chance. Er will die eigenen Startkapazitäten mit dem Satellitennetzwerk von Iridium kombinieren. Die Börse sorgt sich derweil um eine mögliche Kapitalverwässerung und die hohe Schuldenlast für den Zukauf.
Indes schloss Peter Beck den Verkauf eines größeren Aktienpakets ab. Zwischen dem 6. und 8. Juli veräußerte er über einen Handelsplan rund 3,3 Millionen Anteile. Der Erlös belief sich auf etwa 286 Millionen Dollar.
Operativ wächst das Unternehmen stark. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz um 63 Prozent auf gut 200 Millionen Dollar. Der Auftragsbestand erreichte parallel dazu 2,2 Milliarden Dollar.
Die Entwicklung der Neutron-Rakete schreitet voran. Der Erstflug ist für Ende 2026 geplant. Neue technische Details zur wiederverwendbaren Verkleidung unterstreichen die Fortschritte in der Entwicklung.
Die Aktie beendete die Handelswoche bei 70,80 Euro. Damit notiert das Papier etwa 25 Prozent unter seinem 50-Tage-Durchschnitt. Trotz der Korrektur steht auf Jahressicht ein sattes Plus von 110 Prozent.
Der Fokus liegt nun auf der Finanzierung der Iridium-Übernahme. Morgan Stanley hält am Kauf-Rating fest und sieht in der Kombination von Startrampen und Satellitennetzwerk langfristige Chancen. Der Neutron-Start Ende 2026 markiert den nächsten Fixpunkt für das operative Geschäft.
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