Rocket Lab treibt den operativen Ausbau seines Raumfahrtgeschäfts mit hoher Taktung voran. Das Unternehmen kombiniert eine wachsende Zahl von Raketenstarts mit strategischen Expansionsschritten, um sich eine langfristige Auslastung seiner Kapazitäten zu sichern. Neben fortlaufenden Missionen im Erdorbit stehen dabei mehrjährige Kundenvereinbarungen und großvolumige Zukäufe im Mittelpunkt der Unternehmensentwicklung.
Hohe Startfrequenz der Electron-Rakete
Am Samstag brachte das Unternehmen im Rahmen der Mission „Owl By The Dozen“ einen StriX-Satelliten des Kunden Synspective ins All. Der mit synthetischem Apertur-Radar ausgestattete Erdbeobachtungssatellit – das zwölfte Exemplar dieser Reihe – wurde erfolgreich ausgesetzt. Für die Electron-Rakete markierte der Flug die 96. Mission insgesamt und zugleich den 17. Start des Unternehmens im laufenden Jahr.
Die Partnerschaft mit Synspective reicht über diesen Flug hinaus. Nach Unternehmensangaben sind bis zum Ende des Jahrzehnts 15 weitere dedizierte Electron-Missionen für den Kunden im Flugplan manifestiert. Damit sichert sich der Raketenbauer eine langfristig planbare Auslastung seiner Startkapazitäten.
Bereits am 11. September absolvierte das Trägersystem die 95. Electron-Mission unter dem Namen „Happily Ever Faster“. Dabei setzte Rocket Lab einen Erdbeobachtungssatelliten für einen vertraulichen Kunden in einer kreisförmigen Umlaufbahn in 500 Kilometern Höhe aus. Für Rocket Lab war dies der 16. Start im laufenden Jahr.
Milliardenschwere Iridium-Übernahme auf Kurs
Parallel zum Startbetrieb treibt Rocket Lab die ausstehende Übernahme von Iridium Communications voran. Die Transaktion ist seit dem 15. September ausfinanziert, nachdem ein At-the-market-Aktienangebot einen Erlös von 1,944 Milliarden $ einbrachte. Dafür gab der Konzern rund 29,3 Millionen neue Aktien aus. Der Abschluss wird nach behördlichen Genehmigungen für Mitte 2027 erwartet.
Auf regulatorischer Seite hatte die US-Behörde FCC vor gut einer Woche entsprechende Lizenztransfer-Anträge angenommen. Vor rund zwei Wochen startete zudem die Fertigung der Solarzelle Inverted Metamorphic Apex zur Stärkung des Komponentenportfolios.
An der Börse ging die Aktie gestern um 1,9 Prozent zurück und schloss bei 61,70 Euro. Die Marktkapitalisierung beläuft sich damit auf 35,94 Milliarden Euro.
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