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Symbolbild, KI-generiert

Rocket Lab: 10-Prozent-Absturz trotz SB-AMTI-Pool

Rocket Lab wird möglicher Lieferant für milliardenschweres Space-Force-Projekt, die Aktie bricht dennoch zweistellig ein.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Aufnahme in exklusiven Lieferantenpool
  • Aktie verliert über zehn Prozent
  • Umsatz steigt, Nettoverlust sinkt
  • Hohe Bewertung belastet Kursentwicklung

Rocket Lab rückt in den Fokus der US-Streitkräfte. Der Raumfahrtkonzern gehört zu einem exklusiven Anbieterkreis für ein milliardenschweres Satellitenprogramm. Die Börse reagiert gnadenlos. Die Aktie bricht zweistellig ein.

Die US Space Force baut ein neues Überwachungssystem im All auf. Das Programm namens SB-AMTI soll Bedrohungen aus der Luft weltweit verfolgen. SpaceX sicherte sich bereits einen ersten Auftrag über 4,16 Milliarden US-Dollar.

Rocket Lab steht nun auf der Liste möglicher weiterer Lieferanten. Auch Lockheed Martin und L3Harris sind Teil dieses Pools. Das eröffnet Chancen auf künftige Rüstungsaufträge. Ein konkreter Vertrag für Rocket Lab existiert bisher allerdings nicht.

Hohe Bewertung trifft auf Realität

Anleger bewerten diese Perspektive skeptisch. Die Aktie stürzte am Mittwoch um über zehn Prozent auf 85,41 US-Dollar ab. Damit beläuft sich der Börsenwert des Unternehmens auf rund 51,7 Milliarden US-Dollar.

Der Markt hinterfragt aktuell die hohen Bewertungen im kommerziellen Raumfahrtsektor. Analysten bleiben mehrheitlich optimistisch. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 102,76 US-Dollar. Das entspricht einem Aufwärtspotenzial von gut 20 Prozent.

Tempo im All, Verluste in den Büchern

Operativ liefert das Unternehmen durchaus Argumente für das Militär. Bei der jüngsten „VICTUS HAZE“-Mission startete eine Rakete nur knapp 17 Stunden nach dem Abruf. Diese schnelle Einsatzbereitschaft ist genau das, was die Space Force fordert.

Finanziell bleibt das Bild gemischt. Im ersten Quartal 2026 kletterte der Umsatz auf 200,3 Millionen US-Dollar. Der Nettoverlust schrumpfte parallel dazu auf 45,0 Millionen US-Dollar.

Für das laufende zweite Quartal peilt das Management bis zu 240 Millionen US-Dollar Umsatz an. Ein sattes Finanzpolster sichert den Betrieb. Die Kasse ist mit über 1,2 Milliarden US-Dollar prall gefüllt.

Dass Rocket Lab nun zum Lieferantenpool gehört, liefert neue Fantasie für das Rüstungsgeschäft. Das reicht Investoren auf diesem Bewertungsniveau nicht mehr. Die Folge: Die Aktie braucht handfeste Aufträge aus dem Pentagon, um den Kursrutsch auszugleichen. Solange diese Verträge fehlen, dominiert das negative Ertragsprofil die Preisbildung.

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