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Symbolbild, KI-generiert

Rock Tech Lithium Aktie: Georgia Lake soll 40 Prozent decken

Rock Tech Lithium verlagert den Schwerpunkt zurück auf den Bergbau in Ontario. Die Aktie bleibt trotz der strategischen Neuausrichtung nahe ihrem Jahrestief.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Strategiewechsel zurück zum Bergbau
  • Georgia-Lake-Projekt als Kernstück
  • Infrastruktur-Finanzierung für Konverter
  • Aktie nahe 52-Wochen-Tief

Rock Tech Lithium dreht seine Strategie um 180 Grad. Statt sich weiter auf den Bau von Konverteranlagen zu konzentrieren, rückt CEO Mirco Wojnarowicz den eigenen Bergbau in Ontario wieder in den Mittelpunkt. Die Aktie honoriert den Kurswechsel bislang nicht: Am Freitag schloss das Papier bei 0,4290 Euro, nur knapp über dem 52-Wochen-Tief.

Bergbau statt nur Konvertierung

Rock Tech war ursprünglich als Spodumen-Explorer in Ontario bekannt. In den vergangenen zwei Jahren verschob das Unternehmen den Fokus jedoch auf die Downstream-Verarbeitung. Diesen Kurs korrigiert Wojnarowicz nun.

Das Georgia-Lake-Projekt, rund 160 Kilometer nordöstlich von Thunder Bay gelegen, bildet dabei das Kernstück. Geplant ist ein Tagebau- und Untertagebetrieb mit einer Lebensdauer von neun Jahren. Die Anlage soll jährlich etwa 100.000 Tonnen SC6-Spodumenkonzentrat liefern. Damit könnte Georgia Lake rund 40 Prozent des Rohstoffbedarfs für den geplanten Red-Rock-Konverter decken.

Infrastruktur-Finanzierung für zwei Konverter

Parallel zur Rückbesinnung auf den Bergbau setzt Rock Tech bei seinen Konverterprojekten auf ein Finanzierungsmodell, wie es sonst bei Infrastrukturprojekten üblich ist. Zwei Anlagen stehen im Zentrum der Strategie: der Standort Guben in Deutschland und ein zweites Werk im kanadischen Red Rock.

Guben soll künftig 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid pro Jahr produzieren. Die EU hat das Werk bereits als strategisches Projekt im Rahmen des Critical Raw Materials Act eingestuft. Der Konverter in Ontario ist für eine Kapazität von bis zu 32.000 Tonnen Lithiumkarbonat-Äquivalent pro Jahr ausgelegt.

Beide Anlagen sollen die Batterie- und Automobilindustrie regional und stabil mit kritischen Rohstoffen versorgen. Rock Tech betont dabei den Anspruch auf verantwortungsvolle Beschaffung. Rohstoffe für die Konverter will das Unternehmen ausschließlich von ESG-konformen Zulieferern beziehen.

Der Markt bleibt skeptisch

Die operative Neuausrichtung fällt in eine Phase ausgeprägter Kursschwäche. Binnen zwölf Monaten hat die Aktie fast ein Drittel ihres Werts verloren, allein in den vergangenen 30 Tagen ging es um mehr als 17 Prozent nach unten. Der RSI von 26 signalisiert eine überverkaufte Situation.

Mit einer Marktkapitalisierung von rund 51,6 Millionen Euro bewertet der Markt Rock Tech derzeit deutlich unter dem Niveau vom Jahresanfang. Ob die neu justierte Strategie aus Eigenversorgung durch Georgia Lake und Infrastruktur-Finanzierung für die Konverter das Vertrauen zurückgewinnt, hängt nun an der konkreten Umsetzung der beiden Großprojekte in Guben und Red Rock.

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