Der Pharmakonzern Roche sieht sich im Hämophilie-Markt neuen Angriffen ausgesetzt. Novo Nordisk drängt mit einem Konkurrenzprodukt in das lukrative Segment. Das Roche-Management gibt sich gelassen. Analysten sehen in der Aktie derweil deutliches Aufwärtspotenzial.
Kampf um den Hämophilie-Markt
Novo Nordisk greift mit dem neuen Wirkstoff Mim8 an. Das Ziel: Marktanteile des Roche-Blockbusters Hemlibra erobern. Die Schweizer Führungsetage spielt die Gefahr herunter. Aus Sicht des Managements ist Mim8 klinisch lediglich vergleichbar. Eine überlegene Wirksamkeit liege nicht vor.
Die Verkaufszahlen von Hemlibra wachsen laut Roche weiter. Um die eigene Position abzusichern, entwickelt der Konzern bereits die nächste Therapie-Generation.
Bernstein sieht hohes Kurspotenzial
Die Zuversicht des Managements deckt sich mit Einschätzungen aus dem Markt. Bernstein Research bewertet die Genussscheine weiterhin mit „Outperform“. Analyst Justin Smith belässt das Kursziel bei 395 Schweizer Franken. Er argumentiert, der aktuelle Kurs spiegele die operativen Fortschritte nicht wider.
Drei anstehende Studienergebnisse könnten den Kurs bald antreiben. Den Start macht noch im Jahr 2026 eine wichtige Studie zu einem Brustkrebs-Medikament. Die Gewinnschätzungen von Bernstein liegen für Roche aktuell bis zu 15 Prozent über dem Marktkonsens.
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Dividende und Quartalszahlen im Blick
An der Schweizer Börse reagierten Anleger am Montag zurückhaltend. Die Aktie pendelte um die Marke von 321 Schweizer Franken. Damit notiert das Papier deutlich unter dem Jahreshoch vom Februar.
Für das laufende Jahr erwarten Analysten einen Gewinn von rund 20 Schweizer Franken je Aktie. Aktionäre können mit einer höheren Ausschüttung rechnen. Die Dividende soll voraussichtlich von 9,80 auf 10,01 Schweizer Franken steigen.
Am 23. Juli 2026 legt Roche die Zahlen für das zweite Quartal vor. Spätestens dann muss das Management belegen, dass die Hemlibra-Verkäufe dem neuen Konkurrenzdruck tatsächlich standhalten.
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