Roche hat im ersten Quartal 2026 operativ überzeugt. Währungsbereinigt legte der Konzernumsatz um 6 % zu — und trotzdem stand die Aktie gestern unter Druck. Der Grund lag nicht in Basel, sondern beim Nachbarn.
Pharma zieht, Franken bremst
Der Konzernumsatz erreichte 14,7 Milliarden CHF. In Schweizer Franken bedeutet das wegen Wechselkurseffekten ein Minus von 5 % — auf Währungsbasis hingegen ein klares Plus. Die Pharma-Sparte wuchs um 7 % auf 11,5 Milliarden CHF. Haupttreiber waren Vabysmo (Augenerkrankungen), Hemlibra (Hämophilie) und Ocrevus (Multiple Sklerose). Die Diagnostics-Sparte wuchs moderater um 3 % auf 3,3 Milliarden CHF.
CEO Thomas Schinecker bestätigte den Jahresausblick: Roche rechnet weiterhin mit Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Bereich. Barclays hält nach einem Gespräch mit Pharma-Chefin Teresa Graham an der Einstufung „Overweight“ fest — Kursziel 410 CHF.
Novartis zieht den Sektor nach unten
Die Kursbewegung bei Roche hat wenig mit den eigenen Zahlen zu tun. Novartis verfehlte beim Kern-Betriebsgewinn die Markterwartungen. Das löste Verkaufsdruck im gesamten europäischen Pharmasektor aus — GSK und AstraZeneca traf es genauso. Kein Wunder, dass Roche-Aktionäre das zu spüren bekamen.
In USD schloss die Aktie gestern bei 392,53 USD, ein Rückgang von rund 3 % in sieben Tagen. Seit Jahresbeginn liegt das Papier dennoch gut 11 % im Plus und notiert deutlich über seinem 200-Tage-Durchschnitt.
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Pipeline mit konkreten Meilensteinen
In der Entwicklungspipeline gibt es Fortschritte auf mehreren Feldern. Die FDA hat die Zulassungsanträge für Gazyva (Lupus-Nephritis) und Giredestrant (Brustkrebs) angenommen. Für Giredestrant steht die finale FDA-Entscheidung am 18. Dezember 2026 an. Eine Phase-III-Studie zu Enspryng bei der seltenen Autoimmunerkrankung MOGAD verlief erfolgreich.
Parallel dazu treibt Roche die Diagnostik voran. Das Unternehmen plant die Übernahme von SAGA Diagnostics, um seine Krebsdiagnostik auszubauen. Der Bluttest Elecsys NfL erhielt die CE-Kennzeichnung für neurologische Anwendungen. Barclays wies darauf hin, dass Roches Einstieg in die Diagnostik latenter Tuberkulose den Konkurrenten Qiagen unter Druck setzt — dieser musste zeitgleich seine Jahresziele senken.
Am 23. Juli 2026 legt Roche die Halbjahreszahlen vor. Dann wird sich zeigen, ob das währungsbereinigte Wachstumstempo hält — und ob die Pipeline-Fortschritte die Analystenschätzungen stützen.
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