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Roche Aktie: Pipeline-Fortschritte überzeugen nicht

Trotz positiver Pipeline-Entwicklungen und der Übernahme von 89bio für 3,5 Milliarden Dollar bleibt JPMorgan mit Underweight-Rating vorsichtig. Entscheidende Studienergebnisse stehen in den nächsten sechs Monaten an.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • JPMorgan bestätigt Underweight-Rating für Roche
  • 3,5-Milliarden-Dollar-Übernahme von Biotech-Firma 89bio
  • Wettlauf um MASH-Markt mit 30-Milliarden-Potenzial
  • Entscheidende Studiendaten in nächsten sechs Monaten

Die Schweizer Roche machte am Montag klare Fortschritte beim Wiederauffüllen ihrer Medikamenten-Pipeline – doch die Anleger bleiben skeptisch. Trotz positiver Signale vom Pharmatag des Konzerns hält die US-Bank JPMorgan an ihrer zurückhaltenden Einschätzung fest.

Analyst Richard Vosser bestätigte das „Underweight“-Rating mit einem Kursziel von 270,30 Franken. Seine Begründung: Die in den kommenden sechs Monaten anstehenden Studienergebnisse bergen noch zu viele Unsicherheiten.

Milliarden-Deal heizt MASH-Fantasie an

Dabei hatte Roche erst kürzlich mit einer spektakulären Übernahme für Aufsehen gesorgt. Der Pharma-Riese schnappte sich das US-Biotech 89bio für satte 3,5 Milliarden Dollar. Im Fokus steht dabei das vielversprechende Medikament Pegozafermin gegen MASH – eine Lebererkrankung, die früher schlicht „Fettleber“ genannt wurde.

CEO Thomas Schinecker lobte das „transformative Potenzial“ des Wirkstoffs und betonte, der Zukauf stärke die Pipeline für Adipositas-assoziierte Erkrankungen erheblich. Der globale MASH-Markt könnte von 7,9 Milliarden Dollar 2024 auf über 30 Milliarden Dollar bis 2033 explodieren – ein jährliches Wachstum von 18 Prozent.

Wettlauf um den Blockbuster-Status

Die Konkurrenz schläft nicht: Novo Nordisk hat bereits bei der FDA eine beschleunigte Untersuchung für seinen Wegovy-Wirkstoff gegen MASH beantragt. Studien zeigen deutliche positive Effekte der Abnehm-Spritze auf die Leberwerte.

Doch trotz aller Pipeline-Fantasie und Milliardeninvestments bleiben die Analysten bei Roche vorsichtig. Die kommenden Monate werden zeigen, ob sich die hohen Erwartungen in konkrete Erfolge umwandeln lassen – oder ob die Zurückhaltung der Experten berechtigt ist.

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