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Roche Aktie: FDA-Erfolge verpuffen

Roche erhält FDA-Zulassung für Blutkrebstherapie und Akzeptanz für Brustkrebsmittel, doch der Aktienkurs zeigt sich aufgrund der starken Vormonats-Performance verhalten.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Zulassung für orale Kombinationstherapie gegen Blutkrebs
  • Akzeptierter Antrag für Brustkrebs-Medikament Giredestrant
  • Aktie notiert nahe Jahreshoch trotz Erfolgsmeldungen
  • Entscheidung über Brustkrebsmittel bis Dezember 2026

Roche punktet gleich zweifach bei der US-Arzneimittelbehörde FDA und stärkt damit seine Position in der Onkologie. Während ein neuer Zulassungsantrag für die Brustkrebsforschung offiziell angenommen wurde, erhielt eine Kombinationstherapie gegen Blutkrebs direkt grünes Licht. Doch warum reagieren Anleger am Freitag so zurückhaltend auf diese operativen Meilensteine?

Meilensteine in der Onkologie

Der Schweizer Pharmakonzern meldete am Freitag die FDA-Zulassung für das Medikament Venclexta in Kombination mit Acalabrutinib. Die Therapie richtet sich an Erwachsene mit zuvor unbehandelter chronischer lymphatischer Leukämie (CLL). Es handelt sich um die erste rein orale Behandlungsform mit festgelegter Dauer für diese Indikation. In der zugrundeliegenden Studie senkte das Regime das Risiko für ein Fortschreiten der Krankheit oder den Tod um 35 Prozent im Vergleich zu einer herkömmlichen Chemoimmuntherapie.

Parallel dazu akzeptierte die Behörde den Zulassungsantrag für den Wirkstoff Giredestrant zur Behandlung von fortgeschrittenem Brustkrebs. Besonders bei Patienten mit einer spezifischen ESR1-Mutation überzeugten die Daten: Hier reduzierte die Kombinationstherapie das Risiko für Progress oder Tod um 62 Prozent. Die endgültige Entscheidung der FDA über die Marktzulassung wird bis zum 18. Dezember 2026 erwartet.

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Kurs verharrt nahe Rekordhoch

Trotz dieser Nachrichtenlage notiert die Aktie heute mit 399,50 Euro rund 0,51 Prozent im Minus. Die verhaltene Reaktion lässt sich primär durch die bereits starke Performance der letzten Monate erklären. Mit einem Plus von 13,57 Prozent seit Jahresbeginn notiert das Papier nur noch rund 1,11 Prozent unter seinem 52-Wochen-Hoch von 404,00 Euro, das erst vor wenigen Tagen erreicht wurde. Marktbeobachter werten die aktuelle Seitwärtsbewegung daher eher als kurze Atempause auf hohem Niveau.

Flankiert werden die medizinischen Erfolge von einer soliden operativen Basis. Für das Geschäftsjahr 2025 meldete Roche zuletzt ein Umsatzwachstum von sieben Prozent bei konstanten Wechselkursen und hob die Dividende auf 9,80 Franken an. Strategisch fokussiert sich der Konzern weiter auf sein Kernsegment und plant derzeit den Verkauf der Antibiotika-Produktion am Standort Kaiseraugst, um die Effizienz in der Fertigung zu steigern.

Für den weiteren Kursverlauf bleibt die Marke von 404,00 Euro entscheidend. Ein nachhaltiger Ausbruch über dieses 52-Wochen-Hoch könnte den Weg für weitere Gewinne ebnen, während die Aktie durch den 50-Tage-Durchschnitt bei 367,93 Euro nach unten gut abgesichert scheint. Die nächste fundamentale Weichenstellung erfolgt spätestens am 18. Dezember 2026 mit der PDUFA-Entscheidung zu Giredestrant.

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