Die Aktie des Elektroautobauers schoss gestern um satte 26,64 Prozent auf 17,73 Dollar nach oben – und das trotz durchwachsener Quartalszahlen. Was auf den ersten Blick überrascht, offenbart bei genauerer Betrachtung eine klare Strategie: Rivian schwenkt um auf günstigere Modelle und trifft damit offenbar den Nerv der Investoren.
Bruttogewinn schrumpft, Umsatz übertrifft Erwartungen
Im vierten Quartal 2025 erwirtschaftete Rivian einen konsolidierten Bruttogewinn von 120 Millionen Dollar – ein Rückgang gegenüber 170 Millionen Dollar im Vorjahresquartal. Besonders der Automobilbereich schwächelte mit nur noch 59 Millionen Dollar Bruttogewinn, verglichen mit 110 Millionen Dollar ein Jahr zuvor. Hauptverantwortlich für den Einbruch: Der Wegfall von Erlösen aus regulatorischen Gutschriften in Höhe von 270 Millionen Dollar.
Beim Umsatz sah es zunächst ähnlich ernüchternd aus. Mit 1,29 Milliarden Dollar lag das Unternehmen unter den 1,73 Milliarden Dollar des Vorjahres. Doch die Analysten hatten noch schlechtere 1,26 Milliarden Dollar erwartet – Rivian schlug also die Prognosen. Auch beim Verlust je Aktie von minus 0,70 Dollar übertraf das Unternehmen die Erwartungen von minus 0,71 Dollar knapp.
Analysten drehen auf positiv
Die Reaktion der Banken ließ nicht lange auf sich warten. TD Cowen hob das Kursziel von 13,00 auf 17,00 Dollar an und sprach von einem „ermutigenden Ergebnis vor dem Hintergrund der jüngsten Stimmungsschwäche“. Noch deutlicher positionierte sich die Deutsche Bank: Sie stufte Rivian von „Hold“ auf „Buy“ hoch und schraubte das Kursziel von 16,00 auf 23,00 Dollar. Grund für den Optimismus: Die Bruttogewinnmarge im Automobilbereich erreichte überraschende 9,0 Prozent – deutlich über der Konsensschätzung von nur 2,0 Prozent.
Cantor Fitzgerald erhöhte ebenfalls sein Kursziel auf 18,00 Dollar. Die Analysten sehen die Verbesserung der Margen als Zeichen, dass Rivian seine Kostenstruktur besser in den Griff bekommt.
R2-Launch als Hoffnungsträger
Für das laufende Jahr 2026 plant Rivian den Verkauf von 62.000 bis 67.000 Fahrzeugen. Der entscheidende Katalysator soll dabei das neue Mid-Size-SUV R2 sein, dessen Markteinführung für das zweite Quartal vorgesehen ist. Mit einem günstigeren Einstiegspreis als die bisherigen R1-Modelle zielt Rivian auf eine breitere Käuferschicht. Dieser Strategiewechsel weg von hochpreisigen Premiumfahrzeugen hin zu erschwinglicheren Elektroautos entspricht einem breiteren Branchentrend.
TD Cowen bezeichnet 2026 als „mögliches Durchbruchjahr“ für Rivian, erwartet die stärkste Performance allerdings erst in der zweiten Jahreshälfte. Die positiven Signale bei der Bruttogewinnmarge und die bevorstehende R2-Einführung scheinen die Investoren zu überzeugen – zumindest vorerst.
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