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Riot Platforms: Morgan Stanley setzt Ziel auf 36 Dollar

Morgan Stanley stuft Riot Platforms auf „Overweight“ ein. Der Krypto-Miner expandiert in Energie- und KI-Infrastruktur, bleibt aber unprofitabel.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Analystenhaus vergibt Einstufung „Overweight“
  • Kursziel liegt bei 36 US-Dollar
  • Expansion in Energie- und KI-Sektor
  • Quartalszahlen für Ende Juli erwartet

Das US-Analysehaus Morgan Stanley hat die Beobachtung von Riot Platforms aufgenommen und eine klare Kaufempfehlung für die Aktie ausgesprochen. In einer neuen Analyse stufen die Experten den Wert mit „Overweight“ ein und rufen ein Kursziel von 36 US-Dollar auf. Damit signalisiert die Bank erhebliches Aufwärtspotenzial für den Krypto-Miner, der sich zunehmend als Akteur in der Energieinfrastruktur für Rechenzentren positioniert.

Analystenlob und anstehende Quartalszahlen

Die Einstufung durch Morgan Stanley erfolgt zu einem Zeitpunkt erhöhter Marktaktivität. Bereits am Mittwoch verzeichnete die Aktie im US-Handel einen deutlichen Anstieg um 8,79 Prozent auf einen Schlusskurs von 23,38 US-Dollar. Dabei wechselten über 28 Millionen Anteile den Besitzer, was deutlich über dem durchschnittlichen Handelsvolumen der vergangenen Wochen lag. Marktteilnehmer bereiten sich derzeit intensiv auf die Veröffentlichung der Ergebnisse für das zweite Quartal vor, die das Unternehmen für den 30. Juli 2026 angekündigt hat.

Im Vorfeld dieses Termins beobachten Marktanalysten eine gesteigerte Aktivität im Optionsmarkt sowie eine hohe implizite Volatilität. Neben der neuen Bewertung durch Morgan Stanley liegen weitere Einschätzungen vor: Die Analysten von H.C. Wainwright hatten bereits zuvor ein Kursziel von 25 US-Dollar bei einer „Buy“-Empfehlung festgesetzt. Der aktuelle Kurs liegt mit 21,91 € mittlerweile rund 1,94 % über dem gleitenden Durchschnitt der vergangenen 50 Tage, der bei 21,49 € notiert.

Expansion in den Energie- und KI-Sektor

Riot Platforms verfolgt eine Strategie, die über das reine Schürfen von Kryptowährungen hinausgeht. Ein wesentlicher Bestandteil ist die Sicherung langfristiger Energiekapazitäten. Medienberichten zufolge sichert ein Leasing-Deal mit AMD den Cashflow ab, während eine Partnerschaft mit Terrestrial Energy die Errichtung nuklearbetriebener Rechenzentren vorsieht. Diese Kooperation zielt auf den Einsatz von IMSR-Reaktoren in Texas und Kentucky ab, um bis zu 4 Gigawatt Leistung bereitzustellen. Erste Inbetriebnahmen werden hier jedoch erst für den Beginn der 2030er Jahre erwartet.

Das Unternehmen profitiert derzeit von einem Marktumfeld, in dem die Grenzen zwischen klassischem Bitcoin-Mining und der Bereitstellung von Infrastruktur für Künstliche Intelligenz verschwimmen. Während Konkurrenten wie Hut 8 bereits milliardenschwere Verträge für KI-Rechenzentren unterzeichnen, fokussiert sich Riot auf die Skalierung seiner bestehenden Kapazitäten. Dennoch bleibt das Kerngeschäft eng mit der Entwicklung des Bitcoin verknüpft. Im Mai hielt das Unternehmen einen Bestand von 15.679 Bitcoin, was beim damaligen Kursniveau einem Wert von rund 1,2 Milliarden US-Dollar entsprach.

Finanzielle Lage und operative Kennzahlen

Trotz des operativen Wachstums und eines Umsatzes von 545,3 Millionen US-Dollar im Bereich Bitcoin-Mining sowie 114,1 Millionen US-Dollar im Ingenieurswesen gilt das Unternehmen derzeit noch als unprofitabel. Die Marktkapitalisierung beläuft sich aktuell auf umgerechnet 6,79 Milliarden €.

Besonderes Augenmerk richten Anleger auf die Insider-Transaktionen: Während Käufe im Wert von rund 129.800 US-Dollar verzeichnet wurden, standen diesen zuletzt Verkäufe in Höhe von 20,9 Millionen US-Dollar gegenüber. Die kommenden Quartalszahlen werden zeigen, wie stark die steigenden Investitionsausgaben, die branchenweit auch bei Giganten wie Alphabet und Tesla die Cashflows belasten, die Bilanz von Riot Platforms beeinflussen. Mit einer Tagesveränderung von zuletzt 7,24 % zeigt sich der Wert jedoch weiterhin hochgradig reaktiv auf positive Analystenkommentare und die allgemeine Stimmung im Kryptosektor.

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Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

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