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Riot Blockchain Aktie: Schlafender Riese?

Piper Sandler und BTIG bewerten Riot Blockchain als 'schlafenden Riesen' mit hohem Kursziel, da die eigene Strominfrastruktur für KI-Deals genutzt werden soll. Das Unternehmen generierte zuletzt hohe Liquidität durch Bitcoin-Verkäufe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Hohe Kursziele von 26 und 28 US-Dollar
  • Stromkapazität als Asset für KI-Geschäft
  • Bitcoin-Verkäufe bringen 161 Millionen Dollar
  • Aktie legte über 50 Prozent zu

Die Riot Blockchain Aktie steht derzeit im Spannungsfeld zwischen kurzfristiger Volatilität und einer äußerst optimistischen Analystenmeinung. Während die Papiere zuletzt deutlich zulegten, sehen große Finanzhäuser noch erhebliches Aufwärtspotenzial – und das nicht nur wegen Bitcoin.

Analysten setzen auf Infrastruktur-Deal

Die Investmentbank Piper Sandler hat die Aktie mit einem Kursziel von 26 US-Dollar und einem „Overweight“-Rating versehen. Analyst Patrick Moley bezeichnet das Unternehmen sogar als „schlafenden Riesen“. Der Grund für diesen Bullen-Kurs liegt weniger im Krypto-Mining, sondern in der massiven Infrastruktur des Unternehmens. Riot verfügt über eine Stromkapazität von 1,7 Gigawatt an zwei Standorten in Texas. Piper Sandler sieht dieses Netzwerk als hochattraktiv für den boomenden Markt für Künstliche Intelligenz (KI) und Hochleistungsrechnen (HPC). Die Bank erwartet, dass das Unternehmen noch vor der Veröffentlichung der Quartalszahlen einen bedeutenden Deal in diesem Bereich bekannt geben könnte, was als starker Kursmotor wirken würde.

Auch die Analysefirma BTIG bekräftigt die positive Einschätzung. Analyst Gregory Lewis bestätigte ein „Buy“-Rating und setzte ein noch höheres Kursziel von 28 US-Dollar. Diese Bewertung spiegelt den jüngsten Aufwärtstrend wider: In den letzten 30 Tagen legte die Aktie um über 50 Prozent zu und übertraf damit den breiteren Sektor deutlich.

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Bitcoin-Verkäufe generieren Liquidität

Parallel zu den Zukunftsplänen läuft das Kerngeschäft weiter. Im Dezember 2025 förderte Riot 460 Bitcoin, was einem Anstieg von acht Prozent gegenüber dem Vormonat entspricht. Auffällig war jedoch die Strategie im Treasury-Management: Das Unternehmen verkaufte im selben Monat 1.818 Bitcoin und erlöste daraus 161,6 Millionen US-Dollar zu einem durchschnittlichen Preis von etwa 88.870 US-Dollar pro Bitcoin.

Diese aggressive Liquiditätsbeschaffung erfolgt, während sich das Unternehmen auf seinen Geschäftsbericht zum Jahresende vorbereitet. Analysten prognostizieren für das vierte Quartal, das im Februar endet, einen Verlust von 0,14 US-Dollar je Aktie bei einem Umsatz von rund 165 Millionen US-Dollar. Investoren blicken zudem auf einen Führungswechsel: Jason Chung soll am 1. März 2026 die Rolle des Finanzvorstands (CFO) übernehmen.

Die Aktie notiert aktuell bei 17,31 US-Dollar, nachdem sie in der Vorhandelsphase am Donnerstag etwas nachgab. Die kommenden Wochen werden zeigen, ob die „schlafender Riese“-These mit einem angekündigten Infrastruktur-Deal konkret wird oder ob die Performance weiter eng an die Bitcoin-Produktion gekoppelt bleibt. Die nächsten Quartalszahlen werden hierfür eine wichtige Wegmarke sein.

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Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.