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Riot Blockchain Aktie: Morgan Stanley hebt Kursziel auf 43 Dollar

Trotz 5,3% Kursverlust: Analysten erhöhen Kursziele für Riot Platforms. Der Bitcoin-Miner setzt auf KI-Infrastruktur und sichert Milliardenverträge.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kursrückgang trotz optimistischer Analysten
  • Morgan Stanley und JPMorgan erhöhen Ziele
  • KI-Vertrag mit Anthropic über 9,1 Mrd. Dollar
  • Nettoverlust im zweiten Quartal ausgeweitet

Die Aktie von Riot Platforms verzeichnete am Freitag einen Rückgang von 5,3 Prozent und schloss bei 17,04 Euro. Dieser jüngste Kursrücksetzer steht in einem deutlichen Kontrast zur Einschätzung namhafter Analysehäuser, die ihre Erwartungen für den Bitcoin-Miner in der vergangenen Woche signifikant nach oben korrigiert haben.

Insbesondere die Neuausrichtung des Unternehmens in Richtung Künstliche Intelligenz (KI) sorgt für positive Impulse bei den Experten, auch wenn die kurzfristige Marktdynamik von Volatilität geprägt bleibt.

Analysten sehen trotz Kursschwäche massives Potenzial

Die Analysten von Morgan Stanley hoben am vergangenen Sonntag ihr Kursziel für Riot Platforms von 36 auf 43 US-Dollar an. Nur einen Tag später, am Montag, zog JPMorgan nach und erhöhte das Ziel von 20 auf 22 US-Dollar. Diese Zuversicht speist sich vor allem aus der Transformation des Geschäftsmodells.

Trotz der jüngsten Abgaben liegt das Papier seit Jahresbeginn noch immer mit 51 Prozent im Plus, zeigt jedoch eine zunehmende Abhängigkeit von der allgemeinen Marktstimmung im Kryptosektor und der Stimmung bei Tech-Optionen.

Medienberichten zufolge gibt es für den jüngsten Tagesverlust keinen spezifischen unternehmenseigenen Auslöser. Vielmehr belasteten eine allgemein schwache Sektordynamik bei Krypto-Minern und eine rückläufige Mining-Difficulty das Umfeld.

In diesem Kontext rückt die strategische Diversifizierung des Unternehmens stärker in den Fokus der Anleger, da Riot versucht, die Abhängigkeit von der reinen Bitcoin-Produktion durch langfristige Infrastrukturverträge zu verringern.

Transformation zum KI-Infrastrukturanbieter

Hinter der positiven Expertenmeinung steht vor allem ein wegweisender Großauftrag, den Riot Platforms vor rund zwei Wochen öffentlich machte. Das Unternehmen schloss einen 20-jährigen Mietvertrag über 191 Megawatt (MW) Rechenzentrumskapazität mit dem KI-Labor Anthropic ab.

Dieser Vertrag für den Standort Rockdale in Texas soll über die Grundlaufzeit einen Umsatz von 9,1 Milliarden US-Dollar generieren. Sollten die vorhandenen Verlängerungsoptionen gezogen werden, könnte das Gesamtvolumen laut Unternehmensangaben auf bis zu 16,1 Milliarden US-Dollar ansteigen.

Zusammen mit bestehenden Verträgen, etwa mit AMD, verfügt Riot damit nun über eine vertraglich gesicherte KI-Rechenkapazität von 241 MW. Dies entspricht einem langfristigen Umsatzpotenzial von rund 9,8 Milliarden US-Dollar.

Um den Ausbau der kritischen IT-Infrastruktur in Rockdale voranzutreiben, sicherte sich das Unternehmen zudem eine Kreditfazilität in Höhe von 573 Millionen US-Dollar bei Morgan Stanley. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 und dient der Finanzierung von Projektkosten und Ausrüstung mit langen Vorlaufzeiten.

Quartalszahlen von hohen Verlusten geprägt

Die operativen Ergebnisse des zweiten Quartals fielen hingegen gemischt aus und trugen zur Verunsicherung bei. Riot Platforms meldete einen Umsatz von 174,2 Millionen US-Dollar, was einer Steigerung von 14 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht.

Gleichzeitig weitete sich der Nettoverlust jedoch auf 237,17 Millionen US-Dollar aus. Mit einem Verlust pro Aktie von 0,68 US-Dollar verfehlte das Unternehmen die Konsensschätzungen der Analysten deutlich, da diese lediglich mit einem Minus von 0,39 US-Dollar gerechnet hatten.

Trotz des Ergebnismisses konnte die Bitcoin-Produktion gesteigert werden: Im zweiten Quartal wurden 1.587 BTC generiert, verglichen mit 1.426 BTC im Vorjahreszeitraum. Die Liquiditätsposition bleibt mit 1,2 Milliarden US-Dollar robust, wovon 548,9 Millionen US-Dollar in bar und 11.380 BTC gehalten werden.

Aktuell notiert der Titel etwa 13 Prozent unter seinem gleitenden Durchschnitt der letzten 50 Tage. Dies unterstreicht die derzeitige technische Schwächephase, während der Markt die hohen Investitionskosten gegen die potenziellen langfristigen Einnahmen aus dem KI-Geschäft abwägt.

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Diskussion zu Riot Blockchain

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.