Tropische Wirbelstürme fegten im Frühjahr über die australische Küste. Die Verschiffung von Eisenerz geriet ins Stocken. Die Folge: ein Ausfall von rund acht Millionen Tonnen. Dennoch liefert der Bergbaukonzern Rio Tinto zum Jahresauftakt 2026 starke Produktionszahlen.
Eisenerz und Kupfer legen zu
Die Minen in der Pilbara-Region verzeichneten das zweitbeste Auftaktquartal seit 2018. Die Eisenerzförderung stieg im Jahresvergleich um 13 Prozent auf knapp 79 Millionen Tonnen. Das Management rechnet damit, etwa die Hälfte der wetterbedingten Ausfälle im Jahresverlauf aufzuholen.
Parallel dazu kletterte die Produktion von Kupferäquivalenten um neun Prozent. Rio Tinto förderte 229.000 Tonnen des Industriemetalls. Hier stützt vor allem der Hochlauf der mongolischen Oyu-Tolgoi-Mine das Ergebnis.
Die Aluminiumsparte zeigte sich ebenfalls robust. Die Primäraluminiumproduktion stieg leicht an. Wetterbedingte Störungen in Weipa drückten allerdings die Bauxitförderung um elf Prozent nach unten.
Lithium-Projekte auf Kurs
Trotz der Wetterkapriolen hält Rio Tinto an seinen Jahreszielen fest. Die Prognosen für Produktion und Stückkosten bleiben unverändert. Auch bei den großen Kapitalprojekten meldet der Konzern Fortschritte.
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Die beiden Lithium-Anlagen Fenix 1B und Sal de Vida sind mechanisch fertiggestellt. In der zweiten Jahreshälfte 2026 soll dort die erste Produktion anlaufen. Zeitgleich investiert das Unternehmen stärker in die Erkundung neuer Vorkommen.
Die Ausgaben für Exploration kletterten im ersten Quartal auf 180 Millionen US-Dollar. Im Vorjahr waren es noch 141 Millionen US-Dollar. Das Geld fließt unter anderem in das Simandou-Eisenerzprojekt. Obendrein greifen neue Effizienzmaßnahmen. Sie sollen jährlich 650 Millionen US-Dollar einsparen.
Im Mai stehen nun die Hauptversammlungen in London und Perth an. Aktionäre stimmen dort über den Geschäftsbericht für 2025 ab. Außerdem steht die Wiederwahl der Direktoren auf der Tagesordnung.
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