Der Bergbaukonzern Rio Tinto erhält massive staatliche Unterstützung für seine Aluminiumproduktion in Australien. Mit einem milliardenschweren Finanzierungspaket sichern die Bundes- und Regionalregierungen den Fortbestand der traditionsreichen Boyne-Hütte in Queensland. Der Deal löst ein drängendes Energieproblem und zwingt das Unternehmen gleichzeitig zu einem radikalen Umbau in Richtung erneuerbare Energien.
Das Ende der Kohle-Ära naht
Konkret fließen zwei Milliarden Australische Dollar in das Projekt, die sich die nationale Regierung und der Bundesstaat Queensland hälftig teilen. Diese Kapitalspritze kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Der aktuelle Stromvertrag der Anlage mit einem lokalen Kohlekraftwerk läuft im Jahr 2029 aus. Ohne eine wettbewerbsfähige Alternative drohten dem zweitgrößten Aluminiumproduzenten des Landes erhebliche wirtschaftliche Nachteile durch steigende Energiekosten.
Im Gegenzug für die staatliche Absicherung nimmt Rio Tinto viel Geld in die Hand. Das Unternehmen verpflichtet sich, neue Projekte für erneuerbare Energien und Stromspeicher in Queensland im Wert von rund 7,5 Milliarden Australischen Dollar abzusichern. Ein zentraler Baustein ist dabei die Abnahme von 40 Prozent der Energie aus dem Lower-Wonga-Projekt von Lightsource bp, das Solarenergie mit großen Batteriespeichern kombiniert. Ziel ist es, die Boyne-Hütte zu einer der ersten großen Anlagen weltweit zu machen, die primär mit Wind- und Sonnenenergie betrieben wird.
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Arbeitsplätze und Marktreaktion
Neben den ökologischen Zielen steht die regionale Wirtschaft im Vordergrund. Die Finanzierung schützt rund 1.000 direkte Arbeitsplätze vor Ort und stützt weitere 2.000 Jobs in der Region Gladstone. An der Börse wird die Beseitigung dieser Unsicherheit positiv aufgenommen. Die Aktie verzeichnete heute ein Plus von 1,44 Prozent auf 76,02 Euro und baut damit den Jahresgewinn auf knapp zehn Prozent aus.
Mit der Vereinbarung ist die Zukunft der Anlage, an der Rio Tinto 73,5 Prozent der Anteile hält, bis mindestens 2040 gesichert. Die Koppelung von staatlichen Subventionen an private Investitionen in grüne Infrastruktur schirmt die zukünftigen Gewinnmargen des Unternehmens effektiv vor schwankenden Preisen für fossile Brennstoffe ab.
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