Die Rio Tinto Aktie zeigt sich am Mittwoch mit einem Plus von rund 2,5 Prozent in London handelnd. Grund ist die erfolgreiche Übernahme der Mehrheitskontrolle am kanadischen Lithiumproduzenten Nemaska Lithium. Der britisch-australische Bergbaukonzern hält nun 53,9 Prozent der Anteile, während die Regierung von Quebec die restlichen 46,1 Prozent besitzt. Rio Tinto übernimmt zudem die direkte Geschäftsführung des Unternehmens.
Die Transaktion markiert einen entscheidenden Schritt beim Aufbau eines integrierten Lithiumgeschäfts in der kanadischen Provinz. Der Rohstoff gilt als Schlüsselkomponente für die Batterieproduktion von Elektrofahrzeugen – ein Markt mit erheblichem Wachstumspotenzial. Mit der Kontrolle über Nemaska Lithium sichert sich Rio Tinto direkten Zugang zur Lithium-Lieferkette.
Eisenerz-Projekt nach tödlichem Unfall gestoppt
Belastung kommt hingegen aus Guinea: Nach einem tödlichen Arbeitsunfall hat Rio Tinto das Schlüssel-Eisenerzprojekt Simandou vorläufig gestoppt. Die Untersuchungen zum Vorfall laufen noch. Das Projekt gilt als zentraler Wachstumstreiber des Konzerns, die Pause kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Denn bereits schwache Eisenerzpreise drücken auf die Stimmung der Investoren.
CEO Gary Nagle zeigte sich in einer Stellungnahme dennoch optimistisch: „2025 war ein Jahr erheblichen Fortschritts, geprägt von starker operativer Leistung und klarer Dynamik für unsere kupfergeführte Wachstumsstrategie.“ Das Unternehmen erfüllte zum zweiten Mal in Folge die Produktionsvorgaben für die wichtigsten Rohstoffe.
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Quartalszahlen stehen bevor
Am Donnerstag, den 19. Februar 2026, legt Rio Tinto die Zahlen für das vierte Quartal vor. Analysten erwarten Aufschluss darüber, wie sich die sinkenden Eisenerzpreise auf das Ergebnis ausgewirkt haben. Die Marktkapitalisierung des Konzerns liegt bei 121,49 Milliarden Dollar.
Charttechnisch bleibt die Aktie in einem intakten Aufwärtstrend, der sich über Monate hinweg am 20-Tage-Durchschnitt orientierte. Das Kursplus seit Mitte 2025 beträgt rund 58 Prozent. Allerdings läuft die Rohstoff-Rallye bereits sehr lange – eine Sektorrotation könnte bevorstehen. Der aktuelle Kurs liegt bei 96,88 Dollar. Als nächstes Kursziel nach der Measured-Move-Methode gelten 103 Dollar.
Weniger als zwei Wochen vor der Nemaska-Übernahme waren Fusionsgespräche mit Glencore gescheitert. Die Verhandlungen über einen Zusammenschluss zum weltgrößten Bergbaukonzern endeten, weil sich die Parteien nicht auf die Höhe der Prämie einigen konnten. Glencore meldete für 2025 einen Rückgang des Kerngewinns um 6 Prozent auf 13,5 Milliarden Dollar.
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