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Rio Tinto Aktie: Jubiläum voller Hoffnung!

Rio Tinto überzeugt mit starkem Quartal, Rekord-Eisenerzproduktion und Meilenstein in Guinea. Analysten heben Kursziele an, während Unfälle und ein Gerichtsurteil die Bilanz trüben.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Stärkste Quartalsproduktion seit Jahren
  • Erste kommerzielle Simandou-Lieferung
  • Analysten erhöhen Kursziele auf 120 Dollar
  • Tödliche Unfälle und Gerichtsurteil belasten

Rio Tinto liefert ab. Der Bergbaukonzern meldet eine starke Quartalsproduktion und feiert einen Meilenstein in Guinea. Die erste kommerzielle Eisenerz-Lieferung aus dem Simandou-Projekt hat China erreicht. Das treibt die Aktie an.

Starkes Quartal trotz Wetterkapriolen

Die operative Leistung im ersten Quartal überzeugt. Die gesamte Kupferäquivalent-Produktion stieg um neun Prozent. Besonders die Eisenerzförderung in der australischen Pilbara-Region sticht hervor. Sie verzeichnete das zweitbeste Auftaktquartal der letzten acht Jahre.

Tropische Wirbelstürme kosteten das Unternehmen zwar rund acht Millionen Tonnen an Eisenerz-Lieferungen. Das Management will etwa die Hälfte davon im Jahresverlauf wieder aufholen. Parallel dazu läuft der Hochlauf der Oyu-Tolgoi-Mine in der Mongolei. Das bescherte Rio Tinto einen Kupfersprung auf 229.000 Tonnen.

Analysten heben Kursziele an

Der operative Erfolg ruft die Wall Street auf den Plan. Die US-Bank Argus erhöhte am Mittwoch ihr Kursziel auf 120 US-Dollar und sprach eine Kaufempfehlung aus. Zuvor hatten bereits Bernstein und JPMorgan ihre Ziele nach oben angepasst.

Die Börse honoriert diese Entwicklung. Am Dienstag schloss die Aktie bei 105,10 Euro. Damit notiert das Papier nur hauchdünn unter seinem Jahreshoch. Seit Januar steht ein sattes Kursplus von fast 52 Prozent auf der Anzeigetafel.

Schattenseiten: Unfälle und ein Gerichtsurteil

Soweit so gut. Allerdings trüben zwei Faktoren das Bild. Im abgelaufenen Quartal kam es zu tödlichen Unfällen bei den Projekten Simandou und Kennecott. Rio Tinto stoppte daraufhin sofort den Betrieb. Die Mine in Kennecott fährt die Produktion seit Mitte April schrittweise wieder hoch.

Ein Gerichtsurteil in Australien sorgt für zusätzliche finanzielle Lasten. Der Supreme Court entschied, dass Rio Tinto und der Partner Hancock Prospecting alte Lizenzgebühren nachzahlen müssen. Es geht um Einnahmen aus bestimmten Pilbara-Minen. Die Kläger Wright Prospecting und DFD Rhodes haben Anspruch auf einen Teil der Erlöse. Hancock schätzt die künftigen Forderungen auf rund 18 Millionen Australische Dollar pro Jahr.

Trotz dieser juristischen Altlasten und der tragischen Unfälle bleibt der operative Ausblick stabil. Rio Tinto hält an seinem Jahresziel für die Pilbara-Region fest. Der Konzern plant für das laufende Jahr weiterhin mit einer Eisenerzförderung zwischen 323 und 338 Millionen Tonnen.

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