Rio Tinto trennt sich von einem strategisch bedeutsamen Erbe: Die Borax-Mine in Kalifornien — eine der weltweit größten Quellen für raffiniertes Bor — steht vor dem Verkauf. Mehr als ein Dutzend Interessenten hat sich bereits gemeldet, der Erlös könnte rund zwei Milliarden Dollar einbringen.
Wer will die Borax-Mine?
Das Bieterfeld für das US-Borgeschäft ist bemerkenswert breit. Zu den gemeldeten Interessenten zählen WE Soda, einer der größten Soda-Ash-Produzenten weltweit, sowie Magris Resources Inc. und US Silica Holdings — letztere ein Portfoliounternehmen von Apollo Global Management. Verbindliche Angebote werden bis Juni 2026 erwartet.
Der Verkaufsprozess läuft seit Ende 2025, als Rio Tinto unter dem neuen CEO Simon Trott begann, das Portfolio zu verschlanken. Der Konzern will sich auf Kernrohstoffe wie Eisenerz, Kupfer und Aluminium konzentrieren. Das Bor-Geschäft passt strategisch nicht mehr ins Bild — obwohl die kalifornischen Anlagen fast ein Drittel der globalen Versorgung mit raffiniertem Bor abdecken, einem Rohstoff, der in Düngemitteln, Spezialglas und Technologien für erneuerbare Energien eingesetzt wird.
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Aluminium und Solarstrom als weitere Treiber
Parallel zum Verkaufsprozess erhöhte Rio Tinto gemeinsam mit Century Aluminium die US-Aluminiumprämien um rund zwölf Prozent — ein direktes Resultat von Lieferengpässen im Persischen Golf. Rund 20 Prozent der US-Aluminiumimporte sind von den jüngsten geopolitischen Spannungen betroffen, was die Inlandsversorgung erheblich verknappt hat. Die US-Midwest-Prämie erreichte daraufhin mit 1,1325 Dollar je Pfund ein Rekordhoch.
Ebenfalls in dieser Woche: Die südafrikanische Tochtergesellschaft Richards Bay Minerals nahm den Bolobedu Solar Farm in der Provinz Limpopo in Betrieb. Das 148-MW-Solarkraftwerk liefert Strom über einen 20-Jahres-Vertrag und soll die jährlichen Treibhausgasemissionen der Anlage um mindestens zehn Prozent senken — rund 237.000 Tonnen CO₂-Äquivalent pro Jahr.
Kapital für Kupfer und Aktionäre
Zwei Milliarden Dollar aus dem Bor-Verkauf, steigende Aluminiumprämien, ein neues Solarprojekt — Rio Tinto setzt gleich auf mehreren Feldern Akzente. Die Aktie markierte zuletzt ein neues 52-Wochen-Hoch bei 102,90 Euro und hat sich seit ihrem Jahrestief im Juni 2025 mehr als verdoppelt. Wohin der Bor-Erlös fließt, dürfte die nächste strategische Weichenstellung sein: Weitere Kupferakquisitionen gelten als wahrscheinlich, Aktienrückkäufe oder höhere Ausschüttungen sind ebenfalls im Gespräch.
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