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Symbolbild, KI-generiert

Richemont Aktie: Rekordhoch entfacht Branchenrally

Richemont übertrifft mit 17 Prozent Umsatzplus die Analystenerwartungen deutlich und treibt die europäische Luxusbranche auf neue Höhen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz steigt auf 6,3 Milliarden Euro
  • Schmucksparte mit 24 Prozent Wachstum
  • Analysten erwarten höhere Gewinnschätzungen
  • Luxuskonkurrenten profitieren von Rallye

Ein Quartalsbericht, der die Erwartungen pulverisiert: Richemont hat am Mittwoch mit Umsatzzahlen überrascht, die selbst optimistische Analysten übertrafen — und die Aktie auf ein Rekordhoch katapultiert. Der Cartier- und Van-Cleef-Konzern zog dabei gleich die gesamte europäische Luxusbranche mit nach oben.

Die Genfer Gruppe steigerte den Umsatz im ersten Geschäftsquartal bis Ende Juni um 17 Prozent auf 6,3 Milliarden Euro, währungsbereinigt sogar um 20 Prozent. Analysten hatten im Schnitt nur mit rund 5,9 Milliarden Euro gerechnet. Die Aktie kletterte in Zürich zeitweise auf ein Allzeithoch von rund 197 Schweizer Franken, ehe sie sich zum Handelsende bei einem Plus von 6,7 Prozent einpendelte und damit den Leitindex SMI klar anführte.

Schmuck zieht, Uhren hinken hinterher

Treiber der Entwicklung bleibt das Schmuckgeschäft. Cartier und Van Cleef & Arpels legten währungsbereinigt um 24 Prozent zu, der Umsatz der Sparte kletterte auf 4,4 Milliarden Euro. Die Uhrenmarken IWC und Piaget kamen dagegen nur auf ein Plus von 8 Prozent bei 873 Millionen Euro.

Regional lief es in Amerika mit einem Wachstum von 27 Prozent am besten. Asien-Pazifik legte währungsbereinigt um 21 Prozent zu, wobei China, Macau und Hongkong nach der Konsumschwäche des Vorjahres wieder zweistellig wuchsen. Selbst im von geopolitischen Spannungen belasteten Nahen Osten und Afrika stand noch ein Plus von 3 Prozent zu Buche.

Analysten sehen Signalwirkung für die Branche

Deutsche-Bank-Analyst Adam Cochrane sprach von einem soliden Bericht mit positivem Signal für den gesamten Sektor und rechnet nun mit deutlich steigenden Konsensschätzungen für den Gewinn je Aktie — eine Einschätzung, die RBC-Analyst Piral Dadhania teilt. Jefferies-Analyst James Grzinic verwies zusätzlich auf die relative Stärke der Aktie: Seit Jahresbeginn steht Richemont mit rund 13 Prozent im Plus, während LVMH 23 Prozent verlor, Hermès 20 Prozent und Kering 16 Prozent.

Der Rückenwind erfasste prompt die gesamte Branche. LVMH gewann in Paris rund 2,5 Prozent, Hermès rund 2,2 Prozent, Kering legte um 3,3 Prozent zu. Auch Burberry in London und der Schweizer Rivale Swatch profitierten mit Kursgewinnen im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Für das Geschäftsjahr 2025/26 hat der Verwaltungsrat eine Gesamtdividende von 4,30 Schweizer Franken je Aktie vorgeschlagen. Über den Vorschlag entscheidet die Hauptversammlung am 9. September 2026 in Genf.

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