Auf der Hannover Messe präsentiert Rheinmetall ferngesteuerte Fahrzeuge und Industrie-Roboter. Der Konzern signalisiert damit: Das Geschäft reicht weit über Rüstung hinaus. Der Aktienkurs erzählt gerade eine andere Geschichte.
Teleoperation live — von Hannover nach Düsseldorf
Im Mittelpunkt des Messeauftritts steht ein Fahrstand zur Live-Teleoperation. Ein Bediener in Hannover steuert Fahrzeuge in Düsseldorf und auf dem Messegelände — in Echtzeit. Die Tochterfirma Yardstick Robotics zeigt dazu den Cobot „YARO“, einen robusten Roboter für raue Außeneinsätze.
Das Anwendungsfeld ist breit: Logistik, städtischer Nahverkehr, Sonderanwendungen. Die Technik soll dort einspringen, wo autonome Systeme an ihre Grenzen stoßen — mit Mensch als Rückfallebene.
Ein konkretes Pilotprojekt folgt im Mai. Rheinmetall und die MIRA GmbH starten gemeinsam mit der Rheinbahn AG einen teleperierten Shuttle-Betrieb am Flughafen Düsseldorf. Die Strecke: Bahnhof zum Terminal.
Rüstung bekommt Bühne — und Kursziel fehlt
Auf dem Center Stage der Messe diskutiert Rheinmetall-Chef Armin Papperger mit Airbus-Defence-Chef Michael Schöllhorn über Sicherheitsarchitektur und die veränderte geopolitische Lage. Erstmals hat die Hannover Messe der Rüstungsbranche einen eigenen Bereich eingeräumt: Der „Defense Production Parc“ zeigt auf 1.200 Quadratmetern, wie 40 Firmen Militärgüter schnell produzieren können.
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Operativ bleibt der Konzern auf Kurs. Der Vorstand peilt für 2026 einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro an, die operative Marge soll auf rund 19 Prozent steigen. Über 90 Prozent des geplanten Umsatzes sind bereits durch Aufträge gedeckt. Eine hohe Planungssicherheit — selten in dieser Branche.
Kurs nahe Jahrestief, Dividende im Blick
Die Aktie notiert bei rund 1.437 Euro und liegt damit nur knapp fünf Prozent über ihrem 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn hat das Papier mehr als zehn Prozent verloren.
Zwei Termine könnten die Stimmung drehen. Anfang Mai veröffentlicht Rheinmetall die Ergebnisse für das erste Quartal 2026. Am 12. Mai folgt die Hauptversammlung in Düsseldorf. Dort steht eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie zur Abstimmung — rund 42 Prozent mehr als im Vorjahr. Ob das reicht, um den Kurs vom aktuellen Niveau zu lösen, hängt maßgeblich davon ab, wie das Quartalsergebnis die hohen Erwartungen bedient.
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