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Rheinmetall: Dividende um 42 Prozent erhöht

Trotz schwächerem Umsatz im ersten Quartal halten Großbanken an positiven Bewertungen für Rheinmetall fest.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatz verfehlt Analystenerwartungen
  • Operatives Ergebnis und Marge verbessert
  • Jahresprognose bleibt unverändert
  • Aktie legt nach Analystenkommentaren zu

Rheinmetall liefert ein erstes Quartal mit unerwarteten Bremsspuren beim Umsatz. An der Börse löst der Rüstungskonzern damit keine Panik aus. Die großen Investmenthäuser stellen sich schützend vor das Unternehmen und verweisen auf intakte Jahresziele.

Verschobene Auslieferungen drücken den Umsatz

Das Umsatzwachstum fiel mit 7,7 Prozent schwächer aus als erhofft. Die Erlöse stiegen auf knapp 1,94 Milliarden Euro. Analysten hatten im Vorfeld mit rund 2,3 Milliarden Euro gerechnet.

Besser sieht es auf der Ertragsseite aus. Das operative Ergebnis kletterte auf 224 Millionen Euro. Die dazugehörige Marge verbesserte sich auf 11,6 Prozent und traf damit exakt die Markterwartungen.

Den Rückstand bei den Erlösen erklärt das Management mit Timing-Effekten. Vorproduzierte Lastwagen für einen deutschen Kunden wechseln erst im zweiten Quartal den Besitzer. Gleiches gilt für Munition aus dem neuen spanischen Werk in Murcia.

Diese Verzögerungen belasten kurzfristig die Kasse. Der operative freie Cashflow rutschte auf minus 285 Millionen Euro ab. Hohe Investitionen und der Aufbau von Arbeitskapital zehrten an der Liquidität.

Jahresziele bleiben intakt

Der Vorstand hält an seiner Prognose für das Gesamtjahr fest. Rheinmetall peilt weiterhin Erlöse zwischen 14,0 und 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll am Jahresende bei rund 19 Prozent liegen.

Investmentbanken reagieren gelassen auf die verschobenen Umsätze. Die DZ Bank bestätigt ihre Kaufempfehlung und hebt das Kursziel auf 2.188 Euro an. Jefferies rät mit einem Ziel von 2.220 Euro ebenfalls zum Einstieg.

Barclays schließt sich an und taxiert den fairen Wert auf 2.125 Euro. Das Analysehaus AlphaValue verweist auf den massiven Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro. Der Rüstungskonzern werde nun zunehmend an seiner operativen Umsetzung gemessen.

Aktie erholt sich vor der Hauptversammlung

Anleger honorieren den Optimismus am Dienstag. Die Aktie kletterte um 5,28 Prozent auf 1.442,40 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit noch ein Minus von knapp zehn Prozent auf der Anzeigetafel.

Am 7. Mai legt Rheinmetall die vollständigen Quartalszahlen vor. Wenige Tage später, am 12. Mai, stimmt die virtuelle Hauptversammlung über die Gewinnbeteiligung ab. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor.

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