Starke operative Nachrichten, schwache Kurse — bei Rheinmetall klaffen Realität und Börsenstimmung derzeit weit auseinander. Während der Rüstungskonzern in Rostock eine weitreichende Allianz für autonome Kriegsschiffe schmiedet, schicken Investoren das Papier auf Talfahrt. Die Diskrepanz zwischen langfristiger Technologie-Vision und kurzfristiger Marktreaktion dominiert das aktuelle Geschehen.
Allianz für die Ostsee
Den technologischen Vorstoß verkündete die Division Naval Systems auf der Fachmesse SeaSEC in Rostock. Kern der Präsentation ist eine neue strategische Kooperation mit dem IT-Konzern IBM sowie den Spezialisten Anschütz und besecke. Gemeinsam treiben die Unternehmen die Entwicklung unbemannter Überwasserfahrzeuge voran. Ein zwölf Meter langer Versuchsträger namens AMC12 absolvierte bereits erfolgreiche Tests in der Ostsee.
Die Arbeitsteilung innerhalb der Allianz ist klar definiert. IBM liefert die Cloud-Infrastruktur und Algorithmen der Künstlichen Intelligenz. Anschütz steuert die automatisierte Navigation bei, besecke übernimmt die Schiffsautomation. Das erklärte Ziel ist ein vernetztes System, das bemannte Mutterschiffe mit unbemannten Drohnen auf und unter dem Wasser verbindet. Laut Naval-Systems-Chef Tim Wagner reagiert der Konzern damit auf die Bedrohung kritischer maritimer Infrastruktur. Autonome Einheiten sollen menschliche Besatzungen aus der Gefahrenzone heraushalten.
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Dieser Vorstoß flankiert den jüngsten Kapazitätsausbau. Erst vor wenigen Tagen startete Rheinmetall am Standort Hamburg die Serienproduktion besatzungsloser Systeme. Parallel dazu verzeichnet das Unternehmen einen massiven Zulauf auf dem Arbeitsmarkt. Konzernchef Armin Papperger bezifferte die weltweiten Bewerbungen im vergangenen Jahr auf rund 350.000. Allein auf Deutschland entfielen dabei 250.000 Anfragen.
Rekordbewerbungen treffen auf Kursverfall
Die Börse honoriert diese strategischen Fortschritte aktuell nicht. Im Gegenteil: Die Rheinmetall-Aktie brach am Freitag um über sechs Prozent ein und markierte bei 1.323,20 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Seit Jahresbeginn summiert sich der Kursverlust auf mehr als 17 Prozent.
Marktbeobachter werten den Abverkauf als Reaktion auf die immensen Vorlaufkosten. Investoren wiegen offensichtlich die massiven Ausgaben für den personellen Hochlauf und neue Geschäftsfelder gegen die kurzfristige Profitabilität ab. Technisch ist das Papier stark angeschlagen. Der Abstand zur 200-Tage-Linie ist auf über 21 Prozent angewachsen, was den massiven Verkaufsdruck der vergangenen Wochen unterstreicht.
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