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Rheinmetall Aktie: Zu mächtig für den Markt?

Die Monopolkommission warnt vor marktbeherrschender Stellung von Rheinmetall in der Rüstungsbranche. Der Konzern weist die Vorwürfe zurück.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Kartellexperte sieht Monopolstellung
  • Bundeswehr kaum ohne Alternativen
  • Umsatzverdopplung unter Papperger
  • Aktienkurs bleibt stabil

Darf ein Rüstungskonzern so dominant werden, dass selbst der Staat kaum noch Alternativen hat? Diese Frage stellt ein Kartellexperte offen — und sie trifft Rheinmetall mitten in einem der stärksten Expansionszyklen der Unternehmensgeschichte.

Monopolkommission schlägt Alarm

Rupprecht Podszun, Jura-Professor und Mitglied der Monopolkommission, sieht den Düsseldorfer Konzern auf dem Weg zu einer Art „Google der Rüstungswirtschaft“. Die Warnung ist ernst gemeint: Unternehmen, von denen Streitkräfte stark abhängig sind, lassen sich kaum noch regulieren — ein strukturelles Problem, das sich mit jedem neuen Milliardenauftrag vertieft.

Konkret benennt Podszun den Bereich Artilleriemunition. Dort hat Rheinmetall eine dominierende Stellung aufgebaut; für die Bundeswehr gibt es in mehreren Segmenten kaum noch echte Alternativen. Bei programmierbarer Munition soll der Konzern laut Branchenangaben zugleich teuer und marktbeherrschend sein.

Umsatz verdoppelt, Kritik gewachsen

Unter Vorstandschef Armin Papperger hat Rheinmetall seinen Umsatz bis 2025 praktisch verdoppelt. Das Unternehmen expandierte in zusätzliche Rüstungsbereiche und baut seine Produktionskapazitäten weltweit weiter aus. Zu den Kartellvorwürfen äußerte sich das Unternehmen nicht.

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Parallel gerät ein weiteres Vorhaben politisch unter Druck: das Projekt eines Drohnenabwehr-Schutzschirms gemeinsam mit der Deutschen Telekom. Politiker von Union, SPD und Grünen fordern, dass dabei keinerlei chinesische Komponenten in der zivilen Mobilfunkinfrastruktur zum Einsatz kommen dürfen. Das Grundkonzept sei richtig, so der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums — die Frage nach den verbauten Technologien sei aber eine „valide sicherheitspolitische Kernfrage“.

Aktie gibt wenig nach

An der Börse bleibt die Stimmung weitgehend stabil. Die Aktie bewegte sich heute im XETRA-Handel bei rund 1.228 Euro — kaum verändert zum Vortag. Kein Wunder, dass die kartellrechtliche Diskussion vorerst keine tieferen Spuren hinterlässt: Solange Europas Aufrüstungsprogramme laufen, bleibt die Auftragslage komfortabel.

Die eigentliche Bewährungsprobe kommt später. Sollte die Monopolkommission formelle Verfahren einleiten oder der Gesetzgeber kartellrechtliche Auflagen für den Rüstungssektor verschärfen, wäre Rheinmetall als Marktführer direkt betroffen. Bisher ist das eine politische Debatte — aber eine, die an Schärfe gewinnt.

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Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.