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Rheinmetall Aktie: Telekom-Kooperation gegen Drohnen

Rheinmetall kooperiert mit der Telekom für ein ziviles Drohnenabwehrsystem. Der Rüstungskonzern sucht neue Wege, während der Aktienkurs stark gefallen ist.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gemeinsames Drohnenabwehrsystem mit Telekom
  • Schutz kritischer Infrastrukturen im Fokus
  • Aktienkurs nahe 52-Wochen-Tief
  • Auftragsbestand auf 73 Milliarden Euro gestiegen

Volle Auftragsbücher prallen auf einen massiven Kursverfall. Rheinmetall hat seit Jahresbeginn fast 30 Prozent an Wert verloren und notiert nahe dem 52-Wochen-Tief. Nun sucht der Rüstungskonzern abseits militärischer Großaufträge nach neuen Einnahmequellen. Gemeinsam mit der Deutschen Telekom entsteht ein Abwehrnetz gegen Drohnen.

Rüstung trifft Telekommunikation

Im Vorfeld der Bonner Sicherheitsmesse AFCEA kündigten die Düsseldorfer eine weitreichende Kooperation an. Das Ziel ist der Schutz kritischer Infrastrukturen wie Kraftwerke und Brücken vor Sabotage. Rheinmetall liefert dafür Sensortechnik und Lasersysteme, die unerwünschte Fluggeräte gezielt ausschalten sollen.

Die Telekom steuert ihre Expertise bei sicheren Kommunikationsnetzen bei. Ein besonderer Ansatz liegt in der Nutzung des Mobilfunknetzes als eine Art Radar. Das System erfasst Auffälligkeiten im Datenverkehr und ermöglicht so die Früherkennung von Drohnen. Forscher der Hamburger Bundeswehr-Universität sind an dieser Technologie bereits beteiligt. Künftig sollen Betreiber diese Drohnenabwehr flexibel als Dienstleistung einkaufen können.

Volle Bücher, sinkende Kurse

Der Ausflug in den zivilen Sektor fällt in eine schwierige Börsenphase für europäische Verteidigungsaktien. Rheinmetall notiert aktuell bei rund 1.143 Euro. Vom Rekordhoch bei fast 2.000 Euro im vergangenen September ist das Papier weit entfernt. Investoren reagieren zunehmend nervös auf Beschaffungsverzögerungen und gestreckte Bewertungen im gesamten Sektor.

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Operativ wächst der Berg an Arbeit weiter. Der Auftragsbestand kletterte bis Ende März auf 73 Milliarden Euro. Allerdings hinkt die Umsatzentwicklung hinterher, da sich militärische Großprojekte nicht beliebig schnell abrechnen lassen. Der Vorstand hält an der Jahresprognose fest und rechnet für das zweite Quartal mit einer deutlichen Wachstumsbeschleunigung.

Analysten treten auf die Bremse

Die verhaltene Umsatzdynamik schlägt sich in den jüngsten Analystenkommentaren nieder. Berenberg senkte das Kursziel auf 1.750 Euro und verwies auf ein schwächeres Bewertungsumfeld. Warburg Research stuft die Aktie zwar weiterhin als kaufenswert ein, reduzierte den Zielwert jedoch auf 1.550 Euro. Barclays sieht die jüngste Korrektur in Teilen des Sektors indes als übertrieben an und verweist auf den intakten europäischen Rüstungszyklus.

Für Bestandsaktionäre gibt es immerhin einen finanziellen Trost. Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche wurde eine um über 40 Prozent erhöhte Dividende von 11,50 Euro je Aktie beschlossen. Analysten rechnen für das laufende Geschäftsjahr mit einer weiteren Aufstockung auf gut 15 Euro.

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