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Rheinmetall Aktie: Skyranger-Streit?

Erste Caracal-Serienfahrzeuge sind ausgeliefert; beim Skyranger verweist Rheinmetall auf eine Kundenentscheidung als Verzögerungsgrund.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Caracal-Serienfahrzeuge an zwei Streitkräfte ausgeliefert
  • Rheinmetall weist alleinige Verantwortung zurück
  • Schakal-Auftrag umfasst weitere 69 Radschützenpanzer
  • Quartalsbericht für den 5. November angekündigt

Rheinmetall hat gestern im schwachen Umfeld deutscher Rüstungswerte 2,0% verloren. Medienberichten zufolge belasteten das allgemeine Marktumfeld und die Nervosität wegen möglicher Friedensgespräche zwischen Russland, der Ukraine und den USA die Branche. Zugleich meldete Rheinmetall die Auslieferung der ersten Caracal-Serienfahrzeuge an die deutschen und niederländischen Streitkräfte.

Caracal-Auslieferung und Streit um Verzögerungen

Die Caracal-Meldung betrifft bereits ausgelieferte Serienfahrzeuge für beide Länder. Bei anderen Bundeswehr-Projekten steht dagegen die Verantwortung für Verzögerungen im Mittelpunkt: Laut WELT wies Rheinmetall heute den Vorwurf zurück, dafür allein verantwortlich zu sein.

Ein Sprecher des Konzerns bezeichnete die Kundenentscheidung für ein neues B0-Fahrmodul vor über einem Monat als Hauptgrund für Verzögerungen beim Skyranger. Beim Schweren Waffenträger räumte Rheinmetall hingegen auch industrielle Mitverantwortung ein.

Daneben vereinbarten Rheinmetall und Silvus Technologies die Integration passiver Hochfrequenzsensoren. Nach Unternehmensangaben soll diese Zusammenarbeit die Luftraumsicherheit stärken.

Weitere Aufträge und nächster Berichtstermin

Zum Auftragsbestand trägt auch der bereits gemeldete Schakal-Auftrag bei. OCCAR beauftragte Artec, das Gemeinschaftsunternehmen von Rheinmetall und KNDS, mit weiteren 69 Radschützenpanzern. Davon sind 35 für die Bundeswehr und 34 für die niederländischen Streitkräfte vorgesehen.

Rheinmetall bezifferte seinen Anteil am Auftragswert auf einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag. Die Auslieferung ist von Mai 2032 bis November 2033 geplant.

Nicht bestätigt sind dagegen Medienberichte vom 22. Oktober über zwei angebliche Aufträge des italienischen Heeres an Leonardo Rheinmetall Military Vehicles. Der berichtete Gesamtwert beträgt rund 3,7 Milliarden Euro; laut Bericht bestätigten weder die Unternehmen noch die italienischen Behörden die Vergabe.

Für den 5. November hat Rheinmetall die Veröffentlichung seines Berichts zum dritten Quartal 2026 angekündigt.

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Diskussion zu Rheinmetall

Felix Baarz

Felix Baarz arbeitet seit 2016 als Wirtschaftsjournalist und gehört zur Redaktion der YES Investmedia GmbH.Unter seinem Namen erscheinen auf Kapitalmarktexperten seit August 2026 Beiträge zu Analystenstimmen, Quartalszahlen und Übernahmen sowie Marktberichte zu DAX und europäischen Märkten.Quellen dieses Ressorts: Analystenstudien und Researchmitteilungen der Häuser, Quartals- und Geschäftsberichte, Angebotsunterlagen und Pflichtmitteilungen bei Übernahmen, Kurs- und Handelsdaten der Börsenplätze sowie Meldungen der Nachrichtenagenturen.Einordnung: Analystenurteile und Kursziele erscheinen als Aussage der jeweiligen Häuser, nicht als Bewertung der Redaktion. Kurs- und Unternehmensangaben geben den Stand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wieder.