Der Radschützenpanzer Schakal bekommt Nachschub: Die europäische Rüstungsagentur OCCAR hat die erste Option aus dem Rahmenvertrag gezogen. Rheinmetall und sein Partner KNDS sollen damit 69 weitere Fahrzeuge liefern. Die Aktie legte im Xetra-Handel zeitweise um rund 2,5 Prozent auf 1.037,40 Euro zu.
Was der Auftrag umfasst
Der Auftrag geht an das gemeinsame Unternehmen Artec. Davon entfallen 35 Fahrzeuge auf die Bundeswehr, 34 auf die niederländischen Streitkräfte. Für Rheinmetall ergibt sich ein Auftragswert im mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Bereich.
Geliefert wird spät: Die Auslieferung ist zwischen Mai 2032 und November 2033 vorgesehen. Der Auftrag stärkt also vor allem die langfristige Visibilität, nicht das laufende Geschäftsjahr.
Option aus dem Hauptauftrag
Die Abrufung knüpft an den Hauptauftrag vom Oktober 2025 an. Dieser umfasste 222 Radschützenpanzer und sah zusätzlich eine Option auf bis zu 200 weitere Schakale vor. Mit der jetzt ausgelösten ersten Tranche steigt die Gesamtzahl der bestellten Fahrzeuge auf 291.
Damit bleibt ein erheblicher Teil der Option offen. Rechnerisch könnten bis zu 131 weitere Fahrzeuge folgen, sollten die Besteller die Option weiter ziehen. Ein Zeitplan dafür wurde nicht genannt.
Wasserstoff als Randthema
Parallel kursiert das Thema Wasserstoff in der Rüstung. Rheinmetall und der norwegische Elektrolyse-Spezialist Nel wollen die dezentrale Produktion synthetischer Kraftstoffe vorantreiben. Für den Konzern ist das bislang ein Nebenschauplatz mit offenem Marktpotenzial. Kursrelevant ist der heutige Radschützenpanzer-Auftrag.
Der nächste greifbare Punkt ist der Abruf weiterer Optionen aus dem Schakal-Rahmenvertrag. Bis zu 131 Fahrzeuge stehen dafür noch im Raum.
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