Rheinmetall gewinnt am Freitag 1,85 Prozent und schließt bei 978,00 Euro. Der Kurs bleibt trotzdem nur 8,37 Prozent über seinem 52-Wochen-Tief von 902,50 Euro. Die Erholung wirkt eher wie eine Verschnaufpause als wie eine echte Wende.
Saab-Zahlen setzen Impulse
Auslöser für die Bewegung war offenbar die Reaktion auf Zahlen des schwedischen Rüstungskonzerns Saab. Solche Nachrichten schlagen bei europäischen Verteidigungswerten oft auf die gesamte Branche durch. Rheinmetall gehört zu dieser Peer-Gruppe und profitierte am Freitag mit.
Auch am Handelstag zuvor, dem 17. Juli, legte die Aktie um mehr als zwei Prozent zu und notierte bei rund 981 Euro. Am Tag davor hatte der Kurs noch leicht im Minus gelegen.
Tiefe Korrektur seit dem Rekordhoch
Die kurzfristige Stabilisierung ändert wenig am großen Bild. Am 29. September 2025 markierte die Aktie bei 1.995 Euro ihr 52-Wochen-Hoch. Heute liegt der Kurs rund 51 Prozent darunter.
Seit Jahresbeginn steht ein Minus von 37,03 Prozent zu Buche. Auf Zwölf-Monats-Sicht sind es 46,78 Prozent.
Auch die technischen Indikatoren zeigen ein angespanntes Bild. Der Kurs notiert weiterhin klar unter dem 50-Tage-Durchschnitt von 1.130,57 Euro und dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.498,79 Euro.
Der RSI von 37,5 signalisiert eine neutral-schwache Stimmung. Die annualisierte Volatilität von 69,11 Prozent zeigt aber ein außergewöhnlich hohes Schwankungsniveau.
Operatives Geschäft läuft weiter
Unabhängig von der Kursentwicklung läuft das operative Geschäft in der Ukraine-Lieferkette weiter. Erst im Juli bestätigte Rheinmetall die erste Lieferung von 155-mm-Artilleriemunition aus dem neuen Werk in Unterlüß, Niedersachsen.
In der laufenden Woche meldete der Konzern zudem neue militärische Aufträge. Sie unterstreichen den weiterhin hohen Auftragsbestand des Unternehmens. Die Aktie selbst notiert aber weiterhin deutlich unter ihren mittelfristigen technischen Marken.
Ausblick
Mit einem Abstand von nur 8,37 Prozent zum 52-Wochen-Tief bleibt der Spielraum nach unten begrenzt. Der weite Abstand zu den mittelfristigen Durchschnitten zeigt zugleich, wie tief die Korrektur bislang ausgefallen ist. Für die kommende Woche dürften weitere Impulse aus der Berichterstattung zur europäischen Verteidigungsindustrie sowie aus neuen Auftragsmeldungen kommen.
Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 18. Juli liefert die Antwort:
Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Juli erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
