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Rheinmetall Aktie: Ruta 2 mit 700 Kilometer Reichweite

Rheinmetall startet Joint Venture für Marschflugkörper, während der Aktienkurs auf ein Jahrestief fällt und Analysten warnen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Joint Venture mit Destinus geplant
  • Fertigung von Marschflugkörpern in Unterlüß
  • Aktienkurs erreicht neues Jahrestief
  • Umsatz verfehlt Analystenerwartungen

Rheinmetall drückt bei der Rüstungsproduktion aufs Tempo. Konzernchef Armin Papperger plant den Bau von Marschflugkörpern in Deutschland. An der Börse verpufft diese strategische Nachricht jedoch. Die Aktie fällt weiter zurück.

Neues Joint Venture für Marschflugkörper

Die operative Basis für das neue Geschäftsfeld steht bereits. Rheinmetall gründet ein Joint Venture mit dem niederländischen Partner Destinus. Das Gemeinschaftsunternehmen soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten. Der deutsche Rüstungskonzern hält dabei 51 Prozent der Anteile.

Geplant ist die Fertigung im Werk Unterlüß. Laut dem veröffentlichten Redemanuskript für die Hauptversammlung will Papperger noch dieses Jahr loslegen. Das neue System namens Ruta 2 erreicht eine Reichweite von 700 Kilometern. Es transportiert eine Nutzlast von 250 Kilogramm.

Frust bei den Anlegern

Trotz dieser Ausbaupläne trennen sich Investoren von ihren Papieren. Am Montag rutschte der Kurs auf 1.171,80 Euro ab. Damit markiert der DAX-Titel ein frisches Jahrestief. Seit Januar summiert sich der Verlust auf rund 27 Prozent.

Kein Wunder. Im Auftaktquartal setzte Rheinmetall gut 1,9 Milliarden Euro um. Analysten hatten mit rund 2,3 Milliarden Euro gerechnet. Das Management begründet die Lücke mit Lieferverzögerungen bei Militär-Lkw. Auch im spanischen Munitionswerk Murcia verschiebt sich die Produktion.

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Analysten warnen vor Risiken

Die US-Bank JPMorgan reagierte prompt auf die Zahlen. Analyst David Perry senkte das Kursziel auf 1.500 Euro und stufte die Aktie ab. Er sieht ein wachsendes Ausführungsrisiko durch die vielen neuen Partnerschaften.

Das operative Geschäft wächst derweil weiter. Das operative Ergebnis stieg zum Jahresstart um 17 Prozent. Der Auftragsbestand liegt bei massiven 73 Milliarden Euro.

Andere Experten bleiben deutlich optimistischer. Die UBS bekräftigt ihre Kaufempfehlung mit einem Ziel von 2.200 Euro. Auch CEO Papperger demonstriert Zuversicht. Er nutzte den jüngsten Kursrutsch für eigene Aktienkäufe. Im zweiten Quartal verbucht der Konzern nun die verschobenen Lkw-Aufträge umsatzwirksam.

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Diskussion zu Rheinmetall

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

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