Startseite » Earnings » Rheinmetall Aktie: Quartalszahlen am 6. August

Rheinmetall Aktie: Quartalszahlen am 6. August

Rheinmetall beziffert die finanziellen Folgen des verlorenen F126-Auftrags auf bis zu 300 Millionen Euro Umsatzverlust.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Umsatzminus von bis zu 300 Millionen Euro
  • Auftragseingang bleibt unter den Erwartungen
  • JPMorgan senkt Kursziel auf 1.350 Euro
  • Quartalszahlen am 6. August erwartet

Der Verlust eines Riesenprojekts hinterlässt Spuren. Nach der Stornierung des Fregattenprogramms F126 durch die Bundesregierung muss Rheinmetall die finanziellen Folgen verarbeiten. Die Anleger reagieren nervös auf die neuen Schätzungen.

Der Preis des Stornos

Ende Juni stoppte das Verteidigungsministerium das milliardenschwere Marineprojekt. Den Zuschlag erhielt stattdessen der Konkurrent TKMS. Nun beziffert Rheinmetall den Schaden. Im laufenden Jahr könnte der Umsatz um bis zu 300 Millionen Euro sinken.

Auch bei den Neuaufträgen verfehlt der Konzern seine ursprünglichen Pläne. Im zweiten Quartal erreicht der Auftragseingang voraussichtlich nur ein niedriges zweistelliges Milliarden-Niveau. Zuvor hatte das Management rund 20 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.

Analysten ziehen Konsequenzen

Die Wall Street bewertet das Update unterschiedlich. Analyst David H Perry von JPMorgan senkte sein Kursziel von 1.500 auf 1.350 Euro. Er behält die Einstufung auf „Neutral“ bei. Als Grund nennt Perry vor allem schleppende Auftragsvergaben der Bundesregierung.

Zusätzlich verändern sich die Technologien in der Wehrtechnik schneller als erwartet. Perry hält die Konzernziele bis zum Ende des Jahrzehnts daher für extrem ehrgeizig.

Die britische Bank Barclays bewertet die Lage deutlich optimistischer. Das Kursziel sinkt hier nur minimal von 2.035 auf 2.000 Euro. Die Analysten raten weiterhin zum Kauf der Aktie. Sie rechnen für das zweite Quartal mit einem starken Umsatzwachstum von 59 Prozent.

Warten auf den August

An der Börse dominiert aktuell die Skepsis. Am Freitag schloss das Papier bei 1.097,00 Euro. Seit Jahresbeginn steht damit ein massives Minus von über 31 Prozent auf der Anzeigetafel. Der RSI-Indikator signalisiert mit einem Wert von 46,5 derzeit ein komplett neutrales Terrain.

Das Unternehmen bemüht sich derweil um Schadensbegrenzung. Das stornierte F126-Projekt machte weniger als drei Prozent der langfristigen Prognose aus. Für klare Verhältnisse wird der 6. August sorgen. Dann veröffentlicht Rheinmetall seine Quartalszahlen und bewertet die exakten Auswirkungen auf das Gesamtjahr.

Diskussion zu Rheinmetall

Dr. Robert Sasse

Dr. Robert Sasse ist promovierter Ökonom und Unternehmer mit umfassender Expertise in Finanzmärkten und Wirtschaftstheorie. Seine akademische Ausbildung verbindet er mit praktischer Unternehmenserfahrung, um fundierte Analysen zu langfristigen Anlagestrategien zu liefern.

Als Verfechter einer marktwirtschaftlichen Ordnung fokussiert sich Dr. Sasse auf die Vermittlung von Strategien für nachhaltigen Vermögensaufbau durch Aktieninvestments. Seine wissenschaftlich fundierten Beiträge auf stock-world.de richten sich an Anleger, die eigenverantwortliche, informierte Entscheidungen für ihre finanzielle Zukunft treffen möchten.

Dr. Sasse spezialisiert sich auf die verständliche Aufbereitung komplexer ökonomischer Zusammenhänge und die praktische Anwendung von Investmentstrategien für die Altersvorsorge. Sein Ansatz kombiniert theoretisches Wissen mit klarem Praxisbezug, um Lesern Orientierung in einem dynamischen Marktumfeld zu bieten.

Mit seiner Expertise unterstützt er Anleger dabei, die Chancen des Kapitalmarkts systematisch und langfristig zu nutzen – unabhängig von kurzfristigen Marktschwankungen.