Startseite » Industrie » Rheinmetall Aktie: Power-Systems-Verkauf an AEQUITA besiegelt

Rheinmetall Aktie: Power-Systems-Verkauf an AEQUITA besiegelt

Rheinmetall schließt Verkauf der Division Power Systems ab und fokussiert sich auf Rüstung. Der Aktienkurs bleibt trotz hohem Auftragsbestand von 73 Mrd. Euro schwach.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Verkauf von Power Systems an AEQUITA
  • Kaufpreis beträgt 350 Millionen Euro
  • Auftragsbestand von 73 Milliarden Euro
  • Aktie fällt auf 1.190 Euro

Rheinmetall hat den Kaufvertrag für seine Division Power Systems unterzeichnet. Der Käufer ist die Beteiligungsgesellschaft AEQUITA. Damit ist die Transformation zum reinen Rüstungskonzern so gut wie vollzogen — der Kurs zeigt davon bislang wenig.

Abschied vom Automotive-Geschäft

Der vorläufige Kaufpreis für 100 Prozent der Anteile beläuft sich auf 350 Mio. Euro. Marktübliche Anpassungen bis zum Abschluss sind möglich. Der Deal soll im vierten Quartal 2026 schließen, steht aber noch unter Vorbehalt der Regulierungsbehörden.

Finanziell hinterlässt der Verkauf Spuren. Bereits in früheren Perioden schrieb Rheinmetall rund 350 Mio. Euro ab. Eine weitere nicht zahlungswirksame Wertberichtigung von etwa 200 Mio. Euro kommt hinzu.

Als „Pure Play“ der Verteidigungsindustrie startet der Konzern mit einem Auftragsbestand von rund 73 Mrd. Euro. Zuletzt stützte ein Großauftrag aus Rumänien im Volumen von 5,7 Mrd. Euro diese Basis — 298 Lynx-Gefechtsfahrzeuge, Skyranger-Flugabwehrsysteme und Marineschiffe, Lieferung zwischen 2028 und 2030.

Anzeige

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Rheinmetall?

ILA Berlin als nächster Test

In der kommenden Woche präsentiert sich Rheinmetall erstmals in seiner neuen Konzernstruktur auf der ILA Berlin (10. bis 14. Juni). Erwartet werden unter anderem die Loitering Munition FV-014, für die bereits ein Rahmenvertrag mit der Bundeswehr besteht, sowie das Flugabwehrsystem Skyranger 30. Marktbeobachter werten die Messepräsenz als Signal für die technologische Positionierung im Bereich vernetzter und unbemannter Systeme.

Chartbild bleibt belastet

Die Aktie schloss den Freitag bei 1.190,00 Euro — ein Minus von knapp 36 Prozent gegenüber dem Kurs vor zwölf Monaten. Der Abstand zum 200-Tage-Durchschnitt bei 1.620,26 Euro beträgt mehr als 26 Prozent. Das 52-Wochen-Tief vom 13. Mai 2026 bei 1.099,80 Euro liegt nur noch rund 8 Prozent entfernt und fungiert als nächste Unterstützung.

Der RSI von 39,6 signalisiert noch keine überverkaufte Lage, nähert sich dieser aber an. Ob die ILA-Präsenz neuen Schwung bringt oder die operative Stärke den Kurs wieder in Richtung der gleitenden Durchschnitte zieht, wird sich in den kommenden Handelswochen zeigen — der Auftragsbestand jedenfalls gibt dafür eine solide Grundlage.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 7. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.