Startseite » Industrie » Rheinmetall Aktie: OHB-Joint-Venture für SATCOMBw

Rheinmetall Aktie: OHB-Joint-Venture für SATCOMBw

Rheinmetall gründet mit OHB ein Joint Venture für Satellitenprojekte, während die Aktie charttechnisch und politisch unter Druck bleibt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Gemeinsame Firma für Satelliten-Netzwerk
  • Ziel: Bundeswehr-Großauftrag SATCOMBw
  • Aktie fällt auf Jahrestief zurück
  • Politische Risiken belasten zusätzlich

Rheinmetall und OHB machen gemeinsame Sache im Weltraum. Das frisch gegründete Joint Venture zielt auf einen lukrativen Bundeswehr-Auftrag ab. Parallel dazu kämpft die Rheinmetall-Aktie mit einem massiven Abwärtstrend. Anspruch und Börsenrealität klaffen derzeit weit auseinander.

Angriff auf das Satelliten-Netzwerk

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht gegeben. Nun steht die „OHB Rheinmetall Space Networks GmbH“ mit Sitz in Bremen offiziell. Das Ziel: Die Partner wollen das Großprojekt SATCOMBw Stufe 4 der Bundeswehr gewinnen.

Dabei strebt das Duo die komplette End-to-End-Verantwortung an. Dies reicht von der Entwicklung über die Systemintegration bis zum laufenden Betrieb. Ein eigenes Cyber Operation Center soll die IT-Sicherheit garantieren. Rheinmetall positioniert sich damit zunehmend als digitaler Technologiekonzern.

Börsianer bleiben skeptisch

An der Börse verpufft diese Zukunftsfantasie bislang. Am Freitag schloss die Aktie mit einem Tagesverlust von 3,11 Prozent bei 1.196,60 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier ein Minus von 25,28 Prozent.

Auch die charttechnischen Signale mahnen zur Vorsicht. Der Kurs notiert deutlich unter wichtigen Marken. Der Abstand zur 200-Tage-Linie beträgt knapp 25 Prozent. Das 52-Wochen-Tief bei 1.099,80 Euro rückt gefährlich nah.

Politische Störfeuer

Neben dem schwachen Chartbild belasten politische Unsicherheiten. Zuletzt äußerte Rheinmetall Bedenken beim deutsch-französischen Kampfpanzerprojekt MGCS. Frankreich könnte hier das Budget kürzen.

Das neue Space-Joint-Venture beweist zwar die strategische Breite des Konzerns. Kurzfristig bestimmt jedoch die angespannte europäische Haushaltslage die Stimmung. Fällt die Aktie unter das jüngste Maitief, drohen weitere technische Abverkäufe.

Anzeige

Rheinmetall-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Rheinmetall-Analyse vom 14. Juni liefert die Antwort:

Die neusten Rheinmetall-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Rheinmetall-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 14. Juni erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Rheinmetall: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Diskussion zu Rheinmetall

Andreas Sommer

Mit über 40 Jahren Erfahrung im Bankwesen und Börsenjournalismus gehöre ich zu den etablierten Analysten im deutschsprachigen Raum. Nach mehr als zehn Jahren als Wertpapierberater bei der Deutschen Bank spezialisierte ich mich seit dem Börsencrash 1987 auf technische Analyse und charttechnische Methoden.

Als ehemaliger Chefredakteur mehrerer Börsenpublikationen entwickelte ich den "Aktienführer Neuer Markt" mit und führe heute einen Börsendienst, der sich auf wachstumsstarke Unternehmen fokussiert. Mein wöchentliches Markt-Barometer analysiert systematisch DAX, Dow Jones, Ölpreis, Währungen und Marktstimmung, um präzise Orientierung zu bieten.

Die Ergebnisse sprechen für sich: Leser meines Börsendienstes erzielten über zwei Jahrzehnte einen durchschnittlichen Depotzuwachs von +576%. Meine rechtzeitigen Warnungen vor dem Crash 2008 halfen vielen Anlegern, Verluste zu minimieren.

Heute teile ich meine Expertise durch den Newsletter "Chartanalyse-Trends", den Börsendienst "Momentum Trader", Vorträge auf Messen wie der Invest Stuttgart sowie YouTube-Videos. Mein "Timing is Money"-Ansatz identifiziert optimale Ein- und Ausstiegszeitpunkte für Aktien, Gold, Kryptowährungen und weitere Anlageklassen.