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Rheinmetall Aktie: MQ-28-Konsortium mit Diehl und Rohde & Schwarz

Rheinmetall integriert deutsche Technik in Boeings Drohnenprojekt MQ-28 Ghost Bat für die Luftwaffe.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Systemintegration für MQ-28 Ghost Bat
  • Lieferung an Luftwaffe bis 2029 geplant
  • Aktie bleibt unter alten Höchstständen
  • Wandel hin zu Luftkampf-Technologien

Auf der ILA Berlin hat Boeing am 10. Juni 2026 das deutsche Team für das Luftkampf-Drohnenprojekt MQ-28 Ghost Bat erweitert. Diehl Defence und Rohde & Schwarz stoßen dazu. Rheinmetall bleibt als Systemintegrationspartner für deutsche Technologie das Herzstück des Konsortiums.

Drei Partner, klare Aufgaben

Die Rollenverteilung ist präzise. Diehl Defence prüft Waffenintegration und technische Unterstützung. Rohde & Schwarz soll Missions- und Kommunikationssysteme mit Führungs- und Waffensystemen der Bundeswehr verbinden. Rheinmetall übernimmt die Systemintegration und soll als nationaler Systemmanager die Plattform nach deutschen Vorgaben anpassen, warten und logistisch betreuen.

Die MQ-28 Ghost Bat ist ein Collaborative Combat Aircraft — konzipiert für den gemeinsamen Einsatz mit bemannten Kampfflugzeugen. Boeing Australia hat die Plattform entwickelt. Rheinmetall präsentierte das System auf der ILA parallel zur Partnerschaftsankündigung.

Zieldatum 2029

Sowohl Rheinmetall als auch Boeing nennen 2029 als Zieldatum für die Lieferung an die Luftwaffe. Das gibt dem Konsortium einen klaren Zeitrahmen — und erhöht den Druck auf eine zügige Angebotsreife.

Boeing kündigte auf der ILA technische Erweiterungen für die MQ-28-Roadmap an. Der Flügel wächst um mehr als 25 Prozent. Hinzu kommen Beyond-Line-of-Sight-Kommunikation und interne Waffenstationen. Das maximale Startgewicht steigt auf 12.000 Pfund, die Nutzlast auf mehr als 4.500 Pfund.

Kurs weit unter alten Hochs

Konkrete Auftragswerte oder Serienumfänge nannte Boeing nicht. Das ist der entscheidende Vorbehalt: Die Nachricht zeigt industrielle Positionierung, keine gesicherten Umsätze.

Das spiegelt sich im Kurs wider. Die Rheinmetall Aktie schloss am Mittwoch bei 1.195,80 Euro — seit Jahresanfang ein Minus von rund 25 Prozent. Das 52-Wochen-Hoch von 1.995,00 Euro liegt gut 40 Prozent entfernt. Immerhin notiert das Papier knapp neun Prozent über dem Mai-Tief von 1.099,80 Euro.

Der Kurs liegt deutlich unter dem 200-Tage-Durchschnitt von 1.610,86 Euro. Ein RSI von 40,9 zeigt keine überkaufte Lage. Die annualisierte Volatilität von knapp 52 Prozent unterstreicht, wie unruhig das Papier zuletzt war.

Das MQ-28-Projekt verschiebt Rheinmetalls Profil spürbar: weg von klassischen Land- und Munitionsaufträgen, hin zu vernetztem Luftkampf und Drohnentechnologie. Ob daraus ein handfester Bundeswehr-Auftrag wird, entscheidet sich spätestens bis zur geplanten CCA-Beschaffungsentscheidung — und damit wohl noch vor 2029.

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