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Rheinmetall Aktie: Milliarden-Vertrag mit Haken

Der Rüstungskonzern erhält einen 2,4-Milliarden-Euro-Vertrag für Kampfdrohnen, doch ein Geheimdokument offenbart technische Mängel und Sonderkonditionen für das Projekt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Rahmenvertrag über 2,4 Milliarden Euro für Bundeswehr
  • Geleaktes Dokument zeigt technische Lücken auf
  • Sonderkonditionen und höhere Entwicklungsgelder
  • Dividendenvorschlag von 11,50 Euro je Aktie

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hat grünes Licht gegeben. Rheinmetall sichert sich einen Rahmenvertrag für neue Kampfdrohnen der Bundeswehr. Ein exklusives Geheimdokument offenbart nun technische Hürden bei dem Prestigeprojekt.

Milliarden-Deal für Kampfdrohnen

Die Bundeswehr bestellt das Loitering-Munition-System FV-014 Raider. Der Rahmenvertrag umfasst ein Volumen von 2,4 Milliarden Euro. Davon sind zunächst knapp 300 Millionen Euro fest zugesagt.

Rheinmetall liefert die ersten Einheiten noch im laufenden Jahr aus. Bis 2028 erhält die Truppe mehr als 100 Einsatzsets. Die neuen Kampfdrohnen stärken gezielt die Litauen-Brigade an der NATO-Ostflanke.

Technische Lücken und Sonderkonditionen

Ein geleaktes Dokument der Berliner Zeitung sorgt nun für Diskussionen. Das Raider-System weist offenbar noch technische Lücken auf. Insider bemängeln die fehlende Einbindung in das Führungssystem für unbemannte Waffen. Der Start erzeugt viel Lärm und ist optisch leicht aufzuklären. Die Folge: ein verminderter taktischer Wert.

Auffällig sind die großzügigen Vertragskonditionen. Die Start-up-Konkurrenten Stark und Helsing mussten ihre Qualifikationsnachweise deutlich früher erbringen. Rheinmetall erhält laut dem Bericht Zeit bis Ende April 2027. Der Rüstungskonzern kassiert für seinen Prototyp obendrein das Zehnfache an Entwicklungsgeldern im Vergleich zur Konkurrenz.

Raketen-Joint-Venture und Geschäftszahlen

Abseits des Drohnengeschäfts baut Rheinmetall sein Portfolio bei Präzisionswaffen aus. Ein neues Joint Venture mit dem Partner Destinus fokussiert sich auf fortschrittliche Raketensysteme. Rheinmetall hält an dem Bündnis eine Mehrheit von 51 Prozent. Zielmärkte sind Europa und ausgewählte NATO-Staaten.

Aktionäre blicken nun auf den 7. Mai. Dann präsentiert das Management die Zahlen zum ersten Quartal. Fünf Tage später folgt die Hauptversammlung. Der Vorstand schlägt eine Dividende von 11,50 Euro je Aktie vor. Das entspricht einem satten Plus von 42 Prozent.

Für das laufende Jahr peilt der Konzern einen Umsatz von bis zu 14,5 Milliarden Euro an. Die operative Marge soll auf rund 19 Prozent klettern.

An der Börse notierte die Aktie am Freitag bei 1.502,20 Euro. Seit Jahresbeginn verbucht das Papier damit ein Minus von gut sechs Prozent. Ein Sprung über den 200-Tage-Durchschnitt bei rund 1.689 Euro würde das technische Bild wieder aufhellen.

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Diskussion zu Rheinmetall

Felix Baarz

Felix Baarz ist Wirtschaftsjournalist mit mehr als 15 Jahren Erfahrung in der Berichterstattung über internationale Finanzmärkte. Als gebürtiger Kölner begann er seine Laufbahn bei einer deutschen Fachpublikation, bevor er für sechs Jahre nach New York zog.

In New York berichtete er direkt aus dem Zentrum der globalen Finanzwelt über Entwicklungen an der Wall Street und wirtschaftspolitische Entscheidungen von internationaler Tragweite. Diese Zeit prägte seine analytische Herangehensweise an komplexe Wirtschaftsthemen.

Heute arbeitet Baarz als freier Journalist für führende deutschsprachige Wirtschafts- und Finanzmedien. Seine Schwerpunkte liegen auf der fundierten Analyse globaler Finanzmärkte und der verständlichen Aufbereitung wirtschaftspolitischer Zusammenhänge. Neben seiner schriftlichen Arbeit moderiert er Fachdiskussionen und nimmt an Expertenrunden teil.

Sein journalistischer Ansatz kombiniert tiefgreifende Recherche mit präziser Analyse, um Lesern Orientierung in einer sich wandelnden Wirtschaftswelt zu bieten.