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Symbolbild, KI-generiert

Rheinmetall Aktie: Lieferverzug beim Skyranger

Das Flugabwehrsystem Skyranger 30 verzögert sich um mindestens 16 Monate. Technische Probleme und eine mögliche Vertragsstrafe von bis zu 25 Millionen Euro belasten das Projekt.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Technische Probleme bei Waffenturm und Lenkflugkörper
  • Vertragsstrafe von bis zu 25 Millionen Euro möglich
  • Analysten bleiben trotz Verzögerung optimistisch
  • Erste Serienfahrzeuge frühestens 2027 erwartet

Beim Flugabwehrsystem Skyranger 30 hakt es gewaltig. Während das Bundesverteidigungsministerium von mindestens 16 Monaten Verspätung ausgeht, spricht der Düsseldorfer Rüstungskonzern lediglich von fünf Monaten. Die eklatante Abweichung lenkt die Aufmerksamkeit nun auf technische Probleme und eine mögliche Millionenstrafe.

Technische Hürden und abgelehnte Notlösung

Verantwortlich für den Zeitverzug sind laut Berichten Schwierigkeiten bei der Integration zentraler Komponenten. Insbesondere der Waffenturm und die fehlerhafte Einbindung eines ursprünglich vorgesehenen Lenkflugkörpers verzögern den Prozess. Eine vom Unternehmen vorgeschlagene Zwischenlösung auf Lkw-Basis stieß beim Ministerium auf Ablehnung. Wegen veranschlagter Kosten von rund 300 Millionen Euro und eines unzureichenden Schießtests wird diese abgespeckte Variante nicht weiterverfolgt. Das Verteidigungsministerium rechnet nun frühestens im Jahr 2027 mit den ersten Serienfahrzeugen.

Als Konsequenz aus der verspäteten Auslieferung steht eine Vertragsstrafe im Raum. Vertragsunterlagen zufolge ist diese auf maximal 25 Millionen Euro gedeckelt. Brisanz erhält die Situation dadurch, dass laut Magazinberichten auch andere wichtige Rüstungsprojekte wie der Schützenpanzer Puma oder das Luftlandefahrzeug Caracal von Lieferschwierigkeiten betroffen sein sollen. Entsprechend wächst der politische Druck. Aus der CDU werden bereits Stimmen laut, die nach den bewilligten Milliardenbudgets nun zählbare Lieferungen einfordern.

Analysten bleiben trotz Verzögerung positiv

An der Börse reagierten Anleger zuletzt besonnen auf die operativen Störgeräusche. Nach einer Erholungsphase über die 20-Tage-Linie gab der Kurs im Zuge einer allgemeinen Marktabkühlung leicht nach und pendelte sich bei rund 1.567 Euro ein. Damit notiert das Papier etwa 21 Prozent unter seinem Allzeithoch aus dem Herbst 2025.

Analysten blicken trotz der Verzögerungen weiterhin konstruktiv auf das laufende Jahr und prognostizieren im Durchschnitt einen Umsatzsprung auf 15 Milliarden Euro. Den nächsten konkreten Einblick in die Geschäftsentwicklung erhalten Aktionäre am 7. Mai 2026 mit der Präsentation der Ergebnisse für das erste Quartal. Fünf Tage später, am 12. Mai, stimmt die Hauptversammlung in Düsseldorf über die geplante Dividende von 11,50 Euro je Aktie ab.

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