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Rheinmetall Aktie: KNDS-Staatseinstieg schürt Wettbewerbssorgen

Rüstungskonzern leidet unter geopolitischen Entspannungssignalen, Konkurrenzdruck durch KNDS und verlorenem Helmauftrag.

Die wichtigsten Punkte im Überblick

  • Geopolitische Entspannung belastet Rüstungssektor
  • Staatseinstieg bei KNDS schürt Wettbewerbsängste
  • Verlust des Bundeswehr-Helmauftrags an Hexonia
  • Analyst sieht dennoch Kurspotenzial bei Discount

Kaufempfehlung, Kursziel 1.670 Euro — und trotzdem fällt die Aktie fast vier Prozent. Bei Rheinmetall klaffen Analystenoptimismus und Marktreaktion gerade weit auseinander.

Deeskalation belastet den ganzen Sektor

Der Hauptauslöser für den heutigen Rücksetzer kommt nicht aus dem Unternehmen selbst. Berichte über mögliche Fortschritte bei US-iranischen Diplomatieverhandlungen drücken Rüstungsaktien marktbreit nach unten. Renk verliert 3,34 Prozent, Hensoldt 3,56 Prozent. Rheinmetall fällt mit minus 3,78 Prozent auf 1.154,80 Euro — nur noch fünf Prozent über dem 52-Wochen-Tief von 1.099,80 Euro.

Das ist kein Einzelereignis. Seit Jahresbeginn hat die Aktie bereits 27,89 Prozent verloren. Der RSI liegt bei 40,8 und zeigt keine unmittelbare Gegenbewegung an.

KNDS-Staatseinstieg schürt Wettbewerbssorgen

Parallel dazu schlägt eine Meldung zum direkten Konkurrenten KNDS ein. Die Bundesregierung hat heute bestätigt, eine Beteiligung von 40 Prozent am Leopard-2-Hersteller anzustreben. Frankreich soll ebenfalls 40 Prozent halten. Nur 20 Prozent gehen beim geplanten Börsengang im Juli an den freien Markt — bei einer geschätzten Bewertung von 15 bis 18 Milliarden Euro.

Die starke staatliche Absicherung, ergänzt durch sogenannte Golden Shares zum Schutz von Schlüsseltechnologien, könnte Investoren als strukturellen Nachteil für Rheinmetall werten. Der Konzern steht ohne vergleichbaren staatlichen Rückhalt da.

Operativ: Helmvertrag verloren, Japan im Blick

Hinzu kommt ein operativer Rückschlag. Bei der Bundeswehr-Ausschreibung für den neuen Gefechtshelm (Projekt FASER) unterlag Rheinmetall. Den Rahmenvertrag über bis zu 1,4 Millionen Helme erhält die Hexonia GmbH. Der Rheinmetall-Helm belegte in der Truppenerprobung nur Platz zwei.

CEO Armin Papperger sucht indes neue Märkte. Laut einem Bericht der „Nikkei“ prüft er den Aufbau einer Rüstungsproduktion in Japan — im Rahmen eines Gemeinschaftsunternehmens. Eine Entscheidung ist noch nicht gefallen.

Oddo-BHF-Analyst Yan Derocles sieht in Rheinmetall trotzdem „Wachstum zum Discountpreis“: Das Papier notiere mit über 20 Prozent Abschlag zur europäischen Rüstungskonkurrenz. Er stufte die Aktie heute auf „Outperform“ hoch — Kursziel 1.670 Euro. Der Markt sieht das im Moment anders.

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Diskussion zu Rheinmetall

Eduard Altmann

Eduard Altmann ist Finanzexperte mit über 25 Jahren Erfahrung an den globalen Finanzmärkten. Als Analyst und Autor beim VNR Verlag für die Deutsche Wirtschaft spezialisiert er sich auf Aktienmärkte, Gold, Silber, Rohstoffe und den Euro.

Altmann ist überzeugter Verfechter des Value-Investing und identifiziert unterbewertete Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial. Sein Börsendienst "Megatrend-Depot" vermittelt praxisnahe Strategien erfolgreicher Value-Investoren. Mit seinem Motto "Manage dein Vermögen selbst" inspiriert er Anleger zur eigenverantwortlichen Vermögensverwaltung.

Seine Analysen basieren auf der fortschrittlichen Gann-Strategie, die präzise Vorhersagen für Rohstoffmärkte ermöglicht. Diese technische Analysemethode kombiniert historische Daten mit Zyklusanalysen und macht seine Marktprognosen besonders treffsicher.

Durch zahlreiche Publikationen und verständliche Erklärungen komplexer Finanzthemen unterstützt Altmann sowohl Einsteiger als auch erfahrene Investoren bei fundierten Anlageentscheidungen. Seine Arbeit verbindet theoretische Expertise mit praktischen Empfehlungen für den strategischen Vermögensaufbau.