Rheinmetall startet mit technischer Stärke in das Jahr 2026 und beendet damit vorerst die jüngste Korrekturphase. Mit einem Schlusskurs von 1.592,50 Euro am Freitag gelang der Sprung über die wichtige Marke von 1.590 Euro, was Marktbeobachter als technisches Ausrufezeichen werten. Doch hinter der Charttechnik steht ein fundamentaler Wandel an: Noch im ersten Quartal will sich der Konzern von Altlasten trennen, um die Marge im Rüstungsgeschäft weiter zu steigern.
Die wichtigsten Eckdaten zur aktuellen Lage:
* Kursentwicklung: Ein Plus von 2,54 % am Freitag signalisiert eine Gegenbewegung zur volatilen Vorwoche.
* Technik: Das Überwinden der 38-Tage-Linie generierte ein frisches Kaufsignal.
* Zielzone: Die Bullen nehmen nun den Widerstandsbereich um 1.650 Euro ins Visier.
Radikaler Konzernumbau im ersten Quartal
Der wichtigste Kurstreiber für die kommenden Wochen ist fundamentaler Natur. Rheinmetall plant den Verkauf der zivilen Sparte „Power Systems“, um die Transformation zum reinen Technologiekonzern für Sicherheit und Mobilität abzuschließen. Diese strategische Schärfung reduziert die Komplexität des Geschäftsmodells erheblich.
Die geplanten Schritte im Detail:
* Zeitplan: Die Veräußerung wird für das erste Quartal 2026 angestrebt.
* Mittelverwendung: Die Verkaufserlöse sollen direkt in den Ausbau der Rüstungskapazitäten fließen.
* Hintergrund: Der Konzern muss massiv in die Produktion investieren, um die historischen Auftragsbestände abzuarbeiten.
Analysten bewerten diesen Schritt positiv, da er Ressourcen für das hochmargige Kerngeschäft freisetzt. Die Abspaltung gilt als notwendige Voraussetzung, um die Bewertungslücke zu reinen US-Defense-Playern zu schließen.
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Volle Auftragsbücher und Analysten-Optimismus
Operativ profitiert das Düsseldorfer Unternehmen weiterhin von der geopolitischen Lage und den steigenden Verteidigungsbudgets in Europa. Neben Großgerät wie Panzern sorgen auch breite Materiallieferungen an die Bundeswehr – etwa Laser-Licht-Module für Sturmgewehre – für eine konstante Auslastung. Diese Produktvielfalt sichert langfristige Umsatzströme abseits singulärer Großaufträge.
Die Finanzprofis bleiben trotz des bereits beachtlichen Kursniveaus optimistisch. Der Marktkonsens sieht das Kursziel im Bereich von rund 2.200 Euro. Dies impliziert ein Aufwärtspotenzial von über 30 Prozent vom aktuellen Niveau. Voraussetzung für das Erreichen dieser Regionen ist jedoch eine reibungslose Exekution der anstehenden Großaufträge.
Gelingt der geplante Exit aus dem Zivilgeschäft in den kommenden Monaten ohne Verzögerungen, ist der Weg für eine Neubewertung frei. Anleger sollten den Newsflow bezüglich des „Power Systems“-Verkaufs genau beobachten, da hier der Schlüssel für die Performance im ersten Quartal liegt.
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